Finanzaufsicht prüft Aktienhandel bei Schoko-Hersteller Halloren
Archivmeldung vom 20.06.2015
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) prüft, ob es beim halleschen Schokohersteller Halloren Verstöße gegen Kapitalmarktrichtlinien gegeben hat. "Wir sehen uns den Handel in den Wertpapieren der Halloren Schokoladenfabrik AG derzeit im Hinblick auf mögliche Marktmanipulation an", sagte eine Bafin-Sprecherin der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Das bedeute jedoch keinen Vorwurf gegen das Unternehmen als solches.
Hintergrund dürfte sein, dass Firmenchef Klaus Lellé noch Anfang Dezember 2014 in einem Interview einen Gewinn auf Vorjahresniveau von etwa zwei Millionen Euro ankündigte. Im April 2015 gab das Unternehmen dann einen Gewinneinbruch von 91 Prozent auf 200 000 Euro bekannt. Lellé erläuterte zuletzt, dass im Dezember unter anderem durch den Wegfall eines Großauftrages die negative Entwicklung ausgelöst wurde.
Ähnliche Untersuchungen nimmt die Bafin bei börsennotierten Unternehmen immer wieder vor. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 224 Fälle untersucht. 156 Mal wurde ein Vergehen festgestellt und an die Staatsanwaltschaft übergeben, teilte die Bafin mit.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)