Experte erwartet Verlagerung deutscher Autoproduktion in die USA
Die US-Autoimportzölle werden nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zu einer weiteren Verlagerung deutscher Produktion in die USA und zum Jobabbau in Deutschland führen.
"Wenn die Zölle langfristig bleiben, werden deutsche Autobauer ihre
Produktion weiter in die USA verlagern", sagte der Direktor des CAR
Center Automotive Research den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Damit
fielen weitere Arbeitsplätze in Deutschland weg. "Heute arbeiten noch
rund 780.000 Menschen in der deutschen Automobilindustrie, bald können
es schon nur noch 500.000 sein. Dieser Industriezweig blutet aus."
"Die
deutschen Autohersteller und Zulieferer werden durch die Zölle extrem
geschädigt und hart bestraft", so Dudenhöffer. "Trump drängt die
Konzerne in die Verluste und saugt die Arbeitsplätze ab. Trump ist somit
für uns wirtschaftlich wahrscheinlich ein größerer Feind als Putin."
Die
Zölle würden vor allem Porsche zusetzen, so Dudenhöffer. Das
Unternehmen setze 30 bis 40 Prozent seiner Autos in den USA ab, habe
dort aber kein Werk. "Diese Autos müssen mit kräftigen Preisabschlägen
verkauft werden, damit sind ihre Gewinne futsch." Audi sei in den USA
schon immer schlecht aufgestellt, ihnen werde es künftig noch schlechter
gehen.
"Für den VW-Konzern ist der chinesische Markt wichtiger.
BMW ist in den USA stark und produziert dort viele SUV, die nach China
exportiert werden", so der Autoexperte. Allerdings sei damit zu rechnen,
dass auch China mit Gegenzöllen reagiere, worunter wiederum BMW leiden
würde. "Alle, also auch BMW und Mercedes leiden, denn die Limousinen wie
BMW 3er, 5er, 7er oder C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse werden nach USA
exportiert."
Quelle: dts Nachrichtenagentur