Bayer sieht sich bei Stellenabbau "gut im Zeitplan"
Archivmeldung vom 18.01.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićBayer kommt nach eigener Aussage beim Umbau des Konzerns voran. "Zum Ende des dritten Quartals 2024 hatten wir weltweit 5.500 Stellen weniger", sagte Bayers Personalvorständin Heike Prinz der "Rheinischen Post".
"Was uns von anderen Konzernen unterscheidet: Dynamic Shared Ownership
(DSO) ist in erster Linie eine grundlegende Veränderung des Systems mit
mehr Verantwortung für die Beschäftigten, das dezentral und ohne
konkretes Stellenziel umgesetzt wird. Damit wollen wir Ende 2025 fertig
sein und liegen gut im Zeitplan", fügte sie hinzu.
"Über 1.000
Teams arbeiten konzernweit bereits erfolgreich nach dem neuen Modell,
jede Woche werden es mehr. Und DSO wirkt: Bei Consumer Health ist es
beispielsweise gelungen, die Markteinführung neuer Produkte zu
beschleunigen - sie dauert jetzt nur noch sechs bis neun statt zwölf bis
15 Monate."
Vor allem im Management fallen Stellen weg: "Wir
werden in den großen Bereichen bald zum Beispiel nur noch etwa die
Hälfte der bisher bis zu zwölf Führungsebenen haben - und das ist genau
das, was wir mit DSO wollen: Lähmende Hierarchien abbauen und deutlich
näher bei unseren Kunden sein", sagte Prinz weiter.
Der Konzern
will weiter ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen: "Unser Ziel ist
weiter, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Sie sind ab 2027
theoretisch möglich - aber weiterhin nur als letztes Mittel",
bekräftigte Prinz. Die Stimmung im Konzern beschreibt sie so: "In
manchen Teams besteht noch Unsicherheit, in vielen anderen herrscht
dagegen ein echter Aufbruch." Der Bayer-Konzern hat 94.200 Mitarbeiter,
davon 21.300 in Deutschland.
Quelle: dts Nachrichtenagentur