Deutsche NGOs erhielten US-Schreiben zu Diversität und Klimaschutz
Die US-Regierung hat mehreren deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) einen Onlinefragebogen geschickt, mit dem diese in 39 Punkten bestimmte Formen des Engagements ausschließen sollten. Betroffen waren nur Organisationen, die bisher mit der US-Hilfsorganisation USAID und anderen US-Behörden bei internationalen Naturschutz- und Entwicklungshilfeprojekten kooperierten und damit direkt Geld aus den USA bezogen, berichtet das "Handelsblatt".
Der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer
Nichtregierungsorganisationen (Venro) bestätigte, dass mehrere
Mitglieder entsprechende Schreiben erhalten hätten.
Unter anderem
sollten die NGOs über die Fragebögen terroristische Aktivitäten
ausschließen, ebenso die Förderung von "Transgenderideologien" und
"positiver Diskriminierung", also im Einklang mit US-Präsident Donald
Trumps "Anti-Woke-Regeln" stehen. Naturschutzorganisationen sollten
bestätigen, dass ihre Projekte keine Klimaschutzziele verfolgten.
NGO-Vertreter
sagten der Zeitung, dass sie solch ein Vorgehen seitens der US-Behörden
noch nie in ihrer jahrzehntelangen Zusammenarbeit erlebt hätten. In der
Hoffnung, damit laufende Verträge und die Finanzierung von Projekten zu
retten, haben einige deutsche Organisationen diese Fragebögen
ausgefüllt.
US-Präsident Trump hatte kurz nach seinem Amtsantritt
hunderte Mitarbeiter von USAID gefeuert und milliardenschwere
Entwicklungsprogramme gestrichen. Die USA waren bisher der größte
Geldgeber für Entwicklungsprojekte.
Quelle: dts Nachrichtenagentur