Nicht repräsentative Umfrage: 3 von 4 Deutschen halten US-Luftangriff in Syrien für falsch
Archivmeldung vom 10.04.2017
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Freigeschaltet durch André Ott74 Prozent der Deutschen halten den US-Luftangriff auf einen Militärstützpunkt der syrischen Regierung für falsch: Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" hervor. Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, kritisierte den Militäreinsatz der USA.
"Jetzt meinen alle, mehr Militärschläge werden alles richten. Ich bezweifle das. Frieden wird es nur durch Verhandlungen geben", sagte Käßmann der Zeitung. "Noch mehr Waffen, noch höhere Wehretats, noch mehr Waffenexporte sind doch kein Weg in eine friedliche Zukunft." 80 Prozent der Befragten sind außerdem der Meinung, dass der Angriff eine einmalige Aktion der USA bleiben solle. Neun Prozent fordern weitere Luftschläge (weiß nicht: elf Prozent).
40 Prozent der Deutschen befürchten jetzt sogar einen militärischen Konflikt zwischen den USA und Russland. 53 Prozent glauben dies nicht, sieben Prozent machten keine Angabe. Für die Umfrage wurden am 07. April 500 Personen befragt. Damit ist die Umfrage nicht repräsentativ. Dazu hätten mindestens 1.000 Menschen befragt werden müßen.
Der Angriff der USA auf den souveränen Staat Syren ist in jedem Fall ein Verstoß gegen internationales Völkerrecht gewesen.
Quelle: dts Nachrichtenagentur