Spanier gab sich als Gesandter von König Felipe VI. aus und muss nun ins Gefängnis
Archivmeldung vom 20.07.2021
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDas Landgericht in Madrid hat am Dienstag einen jungen Spanier zu drei Jahren Freiheitsentzug dafür verurteilt, sich als Gesandter des spanischen Königs Felipe VI. und der Regierung ausgegeben zu haben. Das folgt aus einer Mitteilung der Justiz. Der Mann wird von spanischen Medien auch „Kleiner Nicolás“ genannt, schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .
Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Demnach hatte der junge Mann 2014 behauptet, er sei der Verbindungsmann zwischen dem Königshaus und der spanischen Regierung und sich so Geld und wertvolle Kontakte erschlichen. Fotos, auf denen er mit König Felipe VI. oder mit den früheren PP-Regierungschefs José María Aznar und Mariano Rajoy zu sehen ist, verbreitete er im Netz.
Das Urteil kann noch angefochten werden. Für den 27-Jährigen ist es bereits die zweite Haftstrafe. Wie die Zeitung „Europa Press“ Anfang Juni mitgeteilt hatte, wurde der Mann wegen Fälschung eines Personalausweises bereits zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Zuvor wurden gegen ihn weitere Verfahren eingeleitet. Medienschätzungen zufolge drohen ihm insgesamt bis zu 30 Jahre Haft.
Laut Berichten war er bereits als 15-Jähriger in der Zentrale der konservativen Volkspartei (PP) ein- und ausgegangen. Amtlichen Erkenntnissen zufolge hat der Mann Dutzende Politiker und Unternehmer getäuscht. Von Unternehmern soll er mit dem Versprechen Geld kassiert haben, ihnen mit seinen Kontakten zu Aufträgen zu verhelfen. In Interviews prahlte er seinerzeit auch damit, für den spanischen Geheimdienst CNI zu arbeiten. Im Jahr 2014 wurde die mutmaßliche Betrugsserie aufgedeckt."
Quelle: SNA News (Deutschland)