Ackerbau: Weizen führende Feldfrucht
Archivmeldung vom 28.06.2008
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittKaum zu glauben, aber wahr: Ein Fünftel der Gesamtfläche Deutschlands sind Getreidefelder. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, ist der Getreideanbau mit 20 Prozent die wichtigste Kulturpflanzen-Fläche überhaupt.
Flächenmäßig kann da nur der Wald mithalten, der 30 Prozent der deutschen Lande bedeckt. Dagegen benötigen wir am viel zitierten "Industriestandort Deutschland" nur vergleichsweise wenig Raum für Siedlungs-, Verkehrs- und Betriebsflächen (zusammen 13 %).
Im Sommer kann sie jeder sehen - beim Wandern oder Blick aus Auto, Zug bzw. Flugzeug: Wogende Getreidefelder. Nach den aktuell für die diesjährige Ernte ermittelten Anbauflächen ist Weizen die Feldfrucht Nr. 1 auf den Äckern unserer Bauern. Beim Getreideanbau liegt er mit einem Flächenanteil von 46 Prozent vorn, danach kommen Gerste (28 %) und Roggen (11 %). Der Rest sind Mais, Triticale (jeweils 6 %) und Hafer (3%). Beim Saatgut haben die Landwirte die Qual der Wahl: Allein beim Weizen gibt es über 100 Sorten, die sich durch umfangreiche Anbauversuche für eine offizielle Zulassung durch das Bundessortenamt qualifiziert haben. Nach den dabei ermittelten Anbau- und Nutzwerteigenschaften können die Bauern dann gezielt die für ihre Ackerstandorte optimalen Sorten bestimmen. Mit verbesserter Saatgut-Auswahl, fachgerechtem Anbau, sorgfältiger Pflege und Lagerung des Getreides erzielt die Landwirtschaft heute hochwertige Kornqualitäten.
Beim Pflanzenschutz dienen regelmäßige
Kontrollen auf dem Feld zur Früherkennung möglicher Pflanzenkrankheiten
oder Schädlinge. Es kommen nur amtlich zugelassene, unbedenkliche
Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Zur Sicherheit werden regelmäßig
Rückstandskontrollen durchgeführt: Nach dem neuesten Überwachungsreport
des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit lagen
alle untersuchten Brotgetreide-Proben aus Deutschland im "grünen
Bereich".
Quelle: GMF