Neue Arbeitsgruppe hilft NRW-Polizisten, die im Internet am Pranger stehen
Archivmeldung vom 05.09.2022
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Thorsten SchmittNRW-Polizisten, die nach umstrittenen Polizeieinsätzen in den sozialen Netzwerken an den Pranger gestellt werden, bekommen jetzt Hilfe von der neu geschaffenen Landesarbeitsgruppe (LAG) "Betroffenheit" der NRW-Polizei.
"Polizisten werden nicht nur auf der Straße angepöbelt, bespuckt, geschlagen. Auch im Netz sind sie häufiges Ziel von Hass und Hetze - besonders nach schwierigen Einsätzen", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Dass es für private Wohnanschriften betroffener Beamter manchmal sogar Objektschutz braucht, sollte uns als Gesellschaft zu denken geben. Denn es geht stets um Menschen hinter der Uniform. Auch sie müssen die Folgen schwieriger Einsätze bewältigen und verdienen unseren Schutz", sagte der CDU-Politiker. Der Leiter der LAG, Polizeidirektor Andreas Horz, sagte der Zeitung, oft sei es unerklärlich, wie Klarnamen oder Adressen von Polizisten ins Internet kämen. "Vor allem Jugendliche finden es offenbar angesagt, Polizeieinsätze zu dokumentieren. Dass gefilmt wird, wenn die Polizei einer Entenfamilie über die Straße hilft, ist eher die Ausnahme."
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)