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Lagebild des Landeskriminalamts NRW: Häusliche Gewalt nimmt um 9,7 Prozent zu

Archivmeldung vom 15.03.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.03.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Faust
Faust

Bild von Bruno /Germany auf Pixabay

Im Jahr 2022 wurden im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt in NRW 58.603 Fälle polizeilich bekannt - 9,7 Prozent mehr als im Jahr 2021. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Lagebild des NRW-Landeskriminalamts zur häuslichen Gewalt hervor, das dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegt. Danach wurden rund 64.000 Menschen in NRW Opfer häuslicher Gewalt, das sind 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Drei Viertel der Opfer waren dem Lagebild zu Folge weiblich (72,2 Prozent). Bei mehr als der Hälfte der Delikte handelte es sich um vorsätzliche, einfache Körperverletzung.

Wie die Zeitung berichtet, kam es 2022 in NRW zu insgesamt 54 Todesfällen im Rahmen von häuslicher Gewalt. Im Bereich der Partnerschaftsgewalt waren fast 82 Prozent der Opfer Frauen. In 30 Prozent der Fälle waren Täter und Opfer miteinander verheiratet. In etwa 23 Prozent der Fälle kam es zu psychischer Gewalt wie Bedrohung, Nötigung oder Stalking. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) versprach den Opfern, die Polizei werde alles tun, um Täter zu stoppen. "Gewalt darf keinen Spielraum kriegen und ist keine Privatsache! Wer andere verletzt - egal ob mit Worten oder mit Taten - muss aufgehalten werden", sagte Reul dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der NRW-Innenminister bat Zeugen, Verdachtsfälle zu melden: "Unsere Polizisten nehmen jeden Hinweis ernst und bieten den Schutz bieten, der benötigt wird", so Reul.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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