Umfrage: Jung und Alt bei nachhaltigen Themen tief gespalten
Archivmeldung vom 14.10.2024
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićRund zwei Drittel der Menschen in Deutschland halten den Klimawandel mit seinen Folgen für eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Eine Umfrage von Yougov und dem Portal "Kleinanzeigen", über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, zeigt aber auch: Nachhaltige Themen wie Tempolimit, Fleischverzicht oder auch Klimaproteste spalten Jung und Alt. Die Generationen sind zerrissen wie nie.
Jeder Dritte habe eine "positive Umwelteinstellung", handele aber nicht
danach, heißt es darin. Vor allem die Angehörigen der Generation
"Millennials" (Geburtsjahrgänge 1981 bis 1996) und der "Gen Z" (bis
2010) fielen durch widersprüchliche Einstellungen auf. In keiner anderen
Altersgruppe sei das Thema Nachhaltigkeit so wichtig geworden, das
Interesse daran zugleich aber wieder gesunken. Auch bei den Babyboomern
(1946 bis 1964) klaffe eine eklatante Lücke zwischen Anspruch und
Wirklichkeit.
Laut Umfrage betrifft das vor allem die Themen
Fleischkonsum und Verkehr. Babyboomer und Gen X (1965 bis 1980) etwa
sind gegen einen höheren Fleischpreis, Millennials und Gen Z dafür.
Gleichzeitig ist 80 Prozent der Babyboomer Tierwohl besonders wichtig.
Einen "Veggie Day" in Kantinen aber lehnen sie mehrheitlich ab.
Vor
allem das Thema Verkehr spaltet. Das umstrittene Aus für Autos mit
Verbrennermotorlehnen die meisten Generationen ab. Nur Millennials sind
mehrheitlich dafür. Inzwischen sei in allen Generationen die Zustimmung
für Neuzulassungen von Verbrennern gestiegen (von 25 auf 30 Prozent).
Bis auf die Millennials sind zudem alle Generationen mehrheitlich für
einen Autobahnausbau. In der Gen X ist die Zustimmung sogar besonders
hoch.
Eines aber haben alle Generationen gemeinsam: Klimaproteste
wie das Festkleben auf Straßen oder Rollbahnen von Flughäfen lehnen
Jung und Alt mehrheitlich ab. Aktivisten der "Letzten Generation" würden
deutlich negativer wahrgenommen als die Bewegung "Fridays for Future".
Quelle: dts Nachrichtenagentur