Boxer Arthur Abraham: "Ehe ich Weltmeister wurde, bin ich mit der U-Bahn zum Training gefahren."
Archivmeldung vom 18.12.2009
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittArthur Abraham sagte dem Tagesspiegel am Sonntag im Gespräch über Geld: "Meine letzte Börse war siebenstellig, also sechs Nullen dran, ich habe bis heute nicht auf meinen Kontoauszug geguckt. Bis heute nicht! Ja, meine Kreditkarten müssen funktionieren, aber ich denke nicht den ganzen Tag, oh, ich hab so viel Geld. Ich habe es, und das ist eine gute Sache. Nur dürfen Sie nicht vergessen: Ehe ich 2005 Weltmeister wurde, habe ich 1500 Euro im Monat gekriegt, ich bin mit der U-Bahn ins Training gefahren."
Auf die Frage, ob es stimme, dass sein Spar-Ziel 50 Millionen Euro sind: "Das ist mein Ziel. Weil ich damals nicht mal 50 Euro hatte, als ich nach Deutschland kam, verstehen Sie? Deswegen die Zahl 50 Millionen."
Er sei auch nicht mehr weit von dieser Summe entfernt: "Ein bisschen, aber nicht zu weit. Ich schaffe das noch. Aber ich trage keinen Schmuck, schauen Sie mich an, meine Finger, meine Handgelenke, meinen Hals, kein Schmuck, nirgends! Und warum? Ich bin ein Mann und kein Christbaum, ich behänge mich nicht mit Glitzersachen."
Auf die Frage, ob er nur wegen des Geldes weiter kämpfe: "Ich verrate Ihnen das Geheimnis: Ich bin süchtig nach Sport, es ist ein Rausch. Ich freue mich, in die Halle zu gehen und 14 000 Menschen jubeln für mich, nur für mich. So ein Gefühl kann sich kein Milliardär kaufen."
Quelle: Tagesspiegel am Sonntag