Initiative will erneut Antrag zu Prüfung von AfD-Verbot stellen
Die fraktionsübergreifende Gruppe, die bereits im 20. Bundestag einen Antrag zur Prüfung eines AfD-Verbots auf den Weg gebracht hat, will im neu gewählten Parlament einen neuen Anlauf versuchen. "Es bleibt unser Ziel, in der nächsten Legislaturperiode noch mal ein Gruppenverfahren auf den Weg zu bringen", sagte Grünen-Politiker Till Steffen dem ARD-Hauptstadtstudio.
Seine SPD-Kollegin Carmen Wegge gab zu, dass im scheidenden Bundestag
noch immer keine realistische Chance auf eine Mehrheit bestehe und
außerdem keine Sondersitzung des Bundestages mehr geplant sei. "Aber ich
werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass in Karlsruhe ein
Verfahren gegen die AfD eröffnet wird. Die AfD stellt die größte Gefahr
für unsere Demokratie dar und ich bin davon überzeugt, dass sie die
Voraussetzungen für ein Parteiverbot erfüllt", sagte sie.
Die
Initiative, die den Bundestag zu einem Verbotsantrag beim
Bundesverfassungsgericht veranlassen wollte, wurde nur in erster Lesung
im Bundestag diskutiert und verblieb danach im Innenausschuss. Mit dem
Eintritt eines neuen Bundestags fällt der Antrag der sogenannten
Diskontinuität anheim: Er wird gegenstandslos.
Quelle: dts Nachrichtenagentur