Lang nennt Merz' Umgang mit Schuldenbremsenreform "Sauerei"

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
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Die ehemalige Grünenvorsitzende Ricarda Lang hat den Umgang von Friedrich Merz mit einer Reform der Schuldenbremse scharf kritisiert. "Das, was Friedrich Merz da gemacht hat, ist eine Sauerei", sagte sie dem Format "Spitzengespräch" des "Spiegels" am Dienstag.
Merz habe drei Jahre lang zugeschaut, wie die Ampel sich bei diesem Thema zerlege, weil die Gelder schlichtweg gefehlt hätten.
Lang
erzählte, sie habe schon vor einem Jahr hinter vorgehaltener Hand von
CDU-Politikern gesagt bekommen, dass man mit der aktuellen
Schuldenbremse gar nicht mehr regieren könne. Sobald man in der
Regierung sei, werde man sie ändern. "Ich habe damals schon zu denen
gesagt: Das könnt ihr nicht machen", so Lang. "Ihr könnt euch jetzt
nicht noch ein Jahr lang hinstellen und im Wahlkampf die Schuldenbremse
zum Ausdruck der Generationengerechtigkeit erklären."
Ex-CDU-Chef
Armin Laschet wiederum äußerte sich skeptisch, ob es richtig sei, mit
den Mehrheiten des alten Bundestags die Schuldenbremse zu reformieren.
"Ich halte es für denkbar", sagte er. "Praktisch kann man es machen."
Die Frage sei, ob der Bürger dann nicht die Frage stelle, warum das
gemacht werde.
Entscheidend sei, so Laschet, wofür die
Schuldenbremse gelockert werden würde. Für Verteidigung sei dies
sinnvoll. In Bereichen wie Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur zeigte
er sich zurückhaltend. "In den Fernsehduellen wurde alles so begründet:
Wir machen jetzt wieder riesig Schulden, aber dann ist keine Bremse
mehr da", sagte er.
Quelle: dts Nachrichtenagentur