Wirtschaftsförderung wächst unter Habeck um 170 Prozent
Das Bundeswirtschaftsministerium hat in der Amtszeit von Robert Habeck (Grüne) deutlich mehr für die Wirtschaftsförderung ausgegeben als in den drei letzten Jahren unter Habecks Vorgänger Peter Altmaier (CDU). Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Unionsfraktion sowie einer Auswertung des Ministeriums hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet.
Demnach stellte das Bundeswirtschaftsministerium unter Habeck in den
Jahren 2022 bis 2024 knapp 3,2 Millionen Förderbescheide über ein
Gesamtvolumen von rund 71,8 Milliarden Euro aus. Nach
Ministeriumsangaben lag die Zahl der Bescheide zwischen 2019 und 2021
unter Altmaier bei etwa 1,6 Millionen mit einem Gesamtfördervolumen von
lediglich 26,5 Milliarden Euro. Die Subventionen aus dem
Wirtschaftsministerium stiegen in der Amtszeit von Habeck damit um 170
Prozent an.
"Eine deutlich angespannte Weltwirtschaftslage
verlangte in der ablaufenden Legislaturperiode starke staatliche
Impulse", teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums zu den
Vergleichszahlen mit. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren auch
nach 2021 noch spürbar und erforderten staatliche Stützung besonders
betroffener Sektoren."
Allerdings fallen mit 2020 und 2021 zwei
Pandemie-Jahre in die Amtszeit von Altmaier. Für Habeck sei der
russische Angriffskrieg und damit die drohende Gasmangellage
hinzugekommen, argumentierte sein Sprecher. "Durch massive Investitionen
konnten binnen kürzester Zeit die Energieimporte diversifiziert und so
die Energieversorgung sichergestellt werden", heißt es aus dem
Ministerium. "Auch in den Wintermonaten mussten keine Heizungen
abgedreht werden."
Außerdem habe die noch amtierende Regierung
"Jahre des Stillstands" beendet. "Deutschland ist unter den
vorhergehenden Regierungen in vielen Bereichen ins Hintertreffen
geraten", sagte der Sprecher. "Durch große Investitionen in
Schlüsseltechnologien konnte die Stärkung der europäischen Souveränität
in die Wege geleitet werden."
Quelle: dts Nachrichtenagentur