Sozialverband drängt auf Pflicht zur Barrierefreiheit

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Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, fordert von Union und SPD einen Ausbau der Barrierefreiheit bei privaten Anbietern von Dienstleistungen. "Schon die letzte Regierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, private Anbieter zur Barrierefreiheit zu verpflichten", sagte sie der "Rheinischen Post".
Passiert sei aber nichts. "Unsere Befürchtung ist groß, dass es auch mit
der kommenden Regierung keine Verbesserungen auf diesem Gebiet geben
wird."
Bei den laufenden Koalitionsverhandlungen sei keine
Einigung in Sicht: "Während die SPD auf eine Verpflichtung drängt,
schlägt die Union lediglich ein Förderprogramm für Unternehmen ohne
gesetzliche Verpflichtung vor." Sie sagte: "Aus Sicht des VdK muss eine
Verpflichtung zur Barrierefreiheit kommen - verbunden mit einer
Förderung der Maßnahmen, so wie es in Österreich seit vielen Jahren
erfolgreich umgesetzt wird."
Ende Juni tritt in Deutschland zwar
das Barrierefreiheitstärkungsgesetz in Kraft, das aber Verpflichtungen
lediglich für digitale Produkte und Dienstleistungen - etwa
Bankautomaten oder Onlineshops - enthält. Der VdK fordert, dass auch für
Dienstleistungen jenseits des Digitalen eine Pflicht zur
Barrierefreiheit gilt, von der Speisekarte im Restaurant bis hin zur
Arztpraxis.
Quelle: dts Nachrichtenagentur