Günther will Sondervermögen per Königsteiner Schlüssel verteilen
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat gefordert, die Mittel aus dem Sondervermögen für die Länder mithilfe des Königsteiner Schlüssels zu verteilen. "Natürlich legen wir Wert darauf, dass eine angemessene Verteilung auch in den Ländern stattfindet", sagte der Christdemokrat dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
Günther weiter: "Ich glaube, es ist jetzt auch nicht so kompliziert, sich da
untereinander zu verständigen. Wir haben mit dem Königsteiner Schlüssel
ein bewährtes Verfahren."
Bei dem etablierten Verteilverfahren
zwischen Bund und Ländern wird sowohl die Wirtschaftsleistung, als auch
die Einwohnerzahl nach einer festen Vorgabe berücksichtigt. "Wir sollten
jetzt keine langen Diskussionen darüber führen, ob es irgendwelche
neuen Schlüssel gibt, sondern möglichst schnell entscheiden", so
Günther. "Und das sollte der Bundestag dann ganz fix angehen, wenn die
Bundesregierung konstituiert ist."
Der bayerische
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnte eine durchdachte und
gesetzlich geregelte Ausgabe der Mittel des Sondervermögens an. "Es ist
kein Selbstbedienungsladen für niemanden", sagte der CSU-Chef. "Sondern
es muss durch fachliche Entscheidungen und durch Gesetze begründet
werden: Was wird für die Straße, was wird für die Schiene ausgegeben,
was wird für die Krankenhäuser ausgegeben? Was ist für Wissenschaft und
Forschung wichtig?" Das müsse alles noch entschieden werden, fügte Söder
hinzu.
Quelle: dts Nachrichtenagentur