Rehlinger verlangt mehr Entgegenkommen von Merz
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Foto: Steffen Prößdorf
Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) fordert von CDU-Chef Friedrich Merz größere Zugeständnisse, wenn ein schwarz-rotes Bündnis geschmiedet werden soll. "Friedrich Merz muss uns entgegenkommen, er erweckt bislang den Eindruck, als hätte er eine absolute Mehrheit", sagte Rehlinger dem Tagesspiegel.
"Wenn er Kanzler werden will, braucht er 100 Prozent SPD. Die gibt es
aber nicht für 16 Prozent Inhalte." Mit dem Motto "Vogel, friss oder
stirb" werde Merz die SPD nicht für sich gewinnen.
Rehlinger
weist darauf hin, dass Merz Vertrauen verspielt habe, "nicht nur bei der
SPD, sondern auch bei Gewerkschaften, Kirchen und der
Zivilgesellschaft, die er als 'linke Spinner' beschimpft hat". Dieses
Vertrauen müsse er zurückgewinnen. "Als Bundeskanzler hat man die
Aufgabe, die Gesellschaft zusammenzuführen, nicht zu spalten."
Aus
Rehlingers Sicht ist auch die Debatte über die umstrittenen
Migrationsabstimmungen vor der Bundestagswahl nicht beendet. "Herr Merz
muss schon erklären, ob wir damit rechnen müssen, dass gemeinsame
Abstimmungen von Union und AfD jetzt regelmäßig vorkommen", sagte sie.
"Die Bürger wollen wissen, ob sie ihm vertrauen können."
Quelle: dts Nachrichtenagentur