Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Umfrage: Mehrheit hält deutsches Steuersystem für ungerecht

Umfrage: Mehrheit hält deutsches Steuersystem für ungerecht

Archivmeldung vom 08.05.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Marc Tollas  / pixelio.de
Bild: Marc Tollas / pixelio.de

Die Mehrheit der Deutschen hält das deutsche Steuersystem für ungerecht. 66 Prozent der Befragten glauben laut einer N24-Emnid-Umfrage, dass vor allem die Bezieher mittlerer Einkommen benachteiligt werden. Nur drei Prozent der Deutschen glauben demnach, dass die Mittelschicht steuerlich bevorzugt wird. Weitere 22 Prozent meinen, die Mittelschicht werde behandelt wie jede andere Einkommensgruppe auch.

Dass es auf absehbare Zeit keine steuerlichen Entlastungen geben soll, finden die meisten Befragten in Ordnung. Nur 13 Prozent fordern Steuersenkungen. 61 Prozent der Befragten würde Steuermehreinnahmen lieber in Bildung oder Infrastruktur investieren. 23 Prozent wären dafür, mit dem Geld die Staatsverschuldung abzubauen.

Am Donnerstag hatte das Bundesfinanzministerium mitgeteilt, dass bis zum Jahr 2018 mit Steuermehreinnahmen in Höhe von 19,3 Milliarden Euro gerechnet wird.

Steuerschätzer rechnen mit 19,3 Milliarden Euro Mehreinnahmen bis 2018

Der Arbeitskreis Steuerschätzung rechnet bis zum Jahr 2018 mit Steuermehreinnahmen in Höhe von 19,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zur Steuerschätzung von November 2013 ergeben sich für den Bund 2014 Mindereinnahmen in Höhe von 0,8 Milliarden Euro und ab 2015 leichte Mehreinnahmen, teilte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mit. Gesamtstaatlich steigen die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen demnach voraussichtlich von 639,9 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf rund 738,5 Milliarden Euro im Jahr 2018.

"Die Steuerschätzung eröffnet uns keine neuen finanziellen Spielräume. Wir wollen ab 2015 ohne neue Schulden auskommen. Mit strikter Ausgabendisziplin ist das weiterhin möglich", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit Blick auf die Zahlen. "Ausgeglichene Haushalte sind ein wichtiger Beitrag zur Generationengerechtigkeit. Bund, Länder und Gemeinden bleiben finanziell gut ausgestattet. Alle staatlichen Ebenen verfügen über ausreichend Mittel, um die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung und Forschung zu finanzieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Daniel Mantey Bild: Hertwelle432
"MANTEY halb 8" deckt auf - Wer steuert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8": Enthüllungen zu Medienverantwortung und Turcks Überraschungen bei und Energiewende-Renditen!
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte beige in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige