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Klingbeil mahnt in Corona-Krise zu vernünftigem Handeln

Archivmeldung vom 18.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Lars Klingbeil (2017)
Lars Klingbeil (2017)

Bild: Tobias Koch / Eigenes Werk

Angesichts der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die Bürger zu "vernünftigem und solidarischem" Handeln aufgefordert. Es sei unverantwortlich, wenn sich Menschen aktuell in großen Gruppen in den Parks träfen oder Corona-Partys feierten, sagte Klingbeil am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der RTL/n-tv-Redaktion.

Klingbeil weiter: "Ich kann da nur an alle appellieren: Verhaltet euch vernünftig, damit es nicht zu drastischeren Maßnahmen kommen muss." Der Schutz von Risikogruppen müsse jetzt vorgehen. Dass es auch in Deutschland - wie zuvor in Frankreich, Italien oder Spanien - zu Ausgangssperren kommen könnte, will Klingbeil nicht ausschließen. "Wir wollen das aber vermeiden", so der SPD-Politiker. Dazu sei es wichtig, dass jeder Einzelne sein Verhalten hinterfrage und Verantwortung übernehme. "Da kann man nichts abschieben an Politik, Wirtschaft oder Medien."

Solidarität forderte Klingbeil auch in der Frage nach der Lebensmittelversorgung ein. Hamsterkäufe seien nicht notwendig. "Wir kriegen den freien Warenhandel organisiert." Der SPD-Politiker verteidigte auch die Entscheidung der Bundesregierung für Grenzschließungen. Hintergrund dieser Maßnahme sei der Schutz der Gesundheit und kein nationaler Egoismus. Zwar sei es bitter, dass sich an den Grenzen zu einigen Nachbarstaaten wieder lange Schlangen bildeten. Aber Politik müsse jetzt führen - auch wenn es "für manche Entscheidungen nicht viel Applaus geben wird". Europa sei jetzt gefordert, zusammen zu stehen, sagte Klingbeil.

"Wenn wir erst einmal durch die gesundheitliche Krise hindurch sind, dann brauchen wir ein starkes Europa." Ausdrücklich kritisierte der SPD-Generalsekretär das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Umgang mit der Krise. Trump versuche, die Welt weiter zu spalten, indem er von einem "ausländischen Virus" spreche und so tue, als sei das kein Problem der USA. Davon dürfe sich Europa nicht beeindrucken lassen. "Mit jedem unserer Schritte müssen wir jetzt darauf achten, dass Europa nicht kaputt geht, dass Europa nicht gespalten wird und dass Europa zusammenhält."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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