Rehlinger plant keinen Wechsel ins Bundeskabinett
Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat nach ihrem Nein zu Ambitionen für den SPD-Parteivorsitz auch einem möglichen Wechsel aus Saarbrücken ins Bundeskabinett eine Absage erteilt.
"Ich bin sehr gerne saarländische Ministerpräsidentin und möchte das
auch nach der Landtagswahl in zwei Jahren bleiben", sagte Rehlinger der
"Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Das ist mein Zukunftsplan."
Sie
begründete erneut, weswegen sie beim SPD-Parteitag im Juni nicht für
den Parteivorsitz kandidieren werde. "Ich bin Regierungschefin im
Saarland. Das geht in der extrem herausfordernden Situation nicht
zusammen mit dem Parteivorsitz in Berlin. Ich könnte weder dem Saarland,
noch der Bundes-SPD voll gerecht werden", so Rehlinger. "Daher stehe
ich nicht für den Parteivorsitz zur Verfügung. Gleichwohl werde ich die
SPD auch auf Bundesebene immer unterstützen, um zu alter Stärke
zurückzufinden, gern als stellvertretende Vorsitzende."
Zum Unmut
in der SPD über die amtierende Co-Vorsitzende Saskia Esken und deren
Bereitschaft für einen Wechsel ins Kabinett sagte Rehlinger, sie wolle
sich nicht "zur Unzeit an Personaldebatten beteiligen, das mögen die
Menschen nämlich am allerwenigsten". Eine Regierung solle "immer so
zusammengesetzt sein, dass sie bestmögliche Arbeit machen kann".
Saskia
Esken habe sich verdient gemacht als Parteivorsitzende. "Sie wird auch
künftig wichtig sein für die SPD", sagte die Saarländische
Regierungschefin. "Über Personalfragen wird aber nicht jetzt
entschieden. Jetzt geht es um eine inhaltliche Einigung mit der Union",
so Rehlinger.
Quelle: dts Nachrichtenagentur