Grüne widersprechen Kukies bei Klimaschutz und Bürokratieabbau
Archivmeldung vom 21.02.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićAngesichts der Verhandlungen über eine Vereinfachung der Europäischen Klima- und Umweltregelungen, bei der Kritiker eine Absenkung von Standards fürchten, haben die Grünen dem Vorwurf von Finanzminister Jörg Kukies (SPD) widersprochen, ihre Partei würde den Bürokratieabbau auf EU-Ebene blockieren.
"Dass die SPD jetzt einen Konflikt zwischen Robert Habeck und mir
konstruiert, ist doch sehr durchsichtig", sagte Vize-Parteichef Sven
Giegold dem "Handelsblatt". Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck
(Grüne) sagte der Zeitung, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
steigere man, wenn man "gemeinsam an einem Strang" ziehe.
Kukies
hatte am Freitag auf einen Internetbeitrag von Giegold verwiesen, in dem
dieser bestimmte Vorschläge zum Bürokratieabbau auf EU-Ebene als
"regelrechtes Festival der Verschmutzerlobby" bezeichnet hatte. Kukies
zufolge seien damit die Vorschläge gemeint gewesen, die er gemeinsam mit
Habeck im Dezember in einem Brief an die EU-Kommission übermittelt
hatte. "Die Fundis rund um Sven Giegold attackieren damit ihren eigenen
Kanzlerkandidaten Robert Habeck frontal", schrieb der SPD-Politiker.
Giegold
widerspricht dem nun. "Wir haben uns nie gegen den Brief der
Bundesregierung gerichtet", sagte er. An der Reaktion von Kukies sei zu
erkennen, dass "getroffene Hunde bellen". Kukies habe bei den
Vorschlägen an die EU-Kommission weitergehen und etwa das
Lieferkettengesetz grundsätzlich infrage stellen wollen, sich dabei aber
weder gegen Habeck noch gegen Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD)
durchsetzen können, so Giegold. Vor solchen Forderungen habe er in
seinem Internetbeitrag gewarnt.
Quelle: dts Nachrichtenagentur