Antisemitismusbeauftragter pocht auf Stärkung seines Amts
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die wahrscheinlichen Koalitionspartner Union und SPD zur Stärkung seines Amts aufgerufen. Die Zahl antisemitischer Straftaten sei - gerade auch nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 - weiter angestiegen, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Klein weiter: "Das zeigt, dass wir den Kampf gegen Antisemitismus weiter intensivieren müssen."
Konkret
regte Klein an, im Koalitionsvertrag eine stärkere
Koordinierungsfunktion des Antisemitismusbeauftragten zu verankern.
"Darunter fällt insbesondere auch die Pflicht zur frühzeitigen
Beteiligung bei Maßnahmen und Vorhaben der Ressorts in diesen
Aufgabenfeldern", führte Klein aus. "Dies sollte in der Gemeinsamen
Geschäftsordnung der Bundesministerien festgeschrieben werden."
Grundsätzlich
unterstützte Klein den Vorschlag, die Zahl der Bundesbeauftragten zu
verkleinern. Sein Amt sehe er davon aber nicht berührt. "Der Kampf gegen
Antisemitismus betrifft, ebenso wie beispielswiese die Themen Rassismus
oder Antidiskriminierung, alle Bereiche unserer Gesellschaft und damit
auch alle Bundesressorts", sagte er. Es sei ein Koordinator vonnöten,
der das Thema übergeordnet bündelt und gemeinsame Strategien entwickelt.
Quelle: dts Nachrichtenagentur