Söder will Solidaritätszuschlag weiterhin abschaffen
Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder will den Solidaritätszuschlag auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiterhin abschaffen. Das sagte er am Sonntag der ARD.
Die Sozialdemokraten sprechen sich in den Koalitionsverhandlungen mit
der Union jedoch für eine Beibehaltung aus. Das Bundesverfassungsgericht
hatte zuletzt eine Klage gegen den Solidaritätszuschlag abgewiesen.
Söder
zeigte sich gesprächsbereit, sofern es Entlastungen bei der
Unternehmens- und Einkommenssteuer gibt. "Beides steht in der Sondierung
bereits drinnen. Und deswegen ist bei der Steuerpolitik, kann man
sagen, viel erreicht worden", sagte er. Steuererhöhungen lehnte Söder
hingegen strikt ab. "Für uns ist auf jeden Fall klar, Steuererhöhungen
sind völlig ausgeschlossen", so Söder.
Insgesamt zeigte sich der
CSU-Chef optimistisch, dass eine Koalition von Union und SPD zustande
kommt. Zwar gebe es etwa bei der Steuerpolitik noch Diskussionsbedarf
und werde es noch "ein paar temperamentvolle Stunden geben". Am Ende
werde man aber einen Kompromiss finden. "Jeder weiß um die gemeinsame
Verantwortung", sagte Söder.
Quelle: dts Nachrichtenagentur