Dobrindt fordert Union zu Abgrenzung gegen Grüne auf
Archivmeldung vom 05.09.2016
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.09.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch André OttAngesichts der schlechten Umfragewerte hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an die Unionsparteien appelliert, sich viel stärker von den Grünen abzugrenzen. "Die Union muss das gesamte politische Spektrum Mitte-Rechts abdecken und sich nicht zu sehr auf die so genannte neue Mitte verengen", sagte Dobrindt, der auch CSU-Präsidiumsmitglied ist, dem Nachrichtenmagazin "Focus".
"Sonst wird zu viel Raum frei, in dem andere Parteien Unterstützung sammeln können." Es sei Aufgabe der Unionsparteien, "niemanden aus dem Spektrum Mitte-Rechts zu verlieren". Das muss sich nach den Worten von Dobrindt auch bei der Formulierung des Wahlprogramms zeigen: "Für uns als CSU ist klar, dass wir bei den Fragen gerade der inneren und äußeren Sicherheit, dem Schutz unserer Grenzen und dem Thema Integration unsere Handschrift durchsetzen müssen", sagte Dobrindt.
"Nur so können wir uns auf ein gemeinsames Wahlprogramm verständigen. Ich kann CDU und CSU nur raten, sich von den Grünen abzugrenzen und nicht angebliche Gemeinsamkeiten zu betonen." Die Grünen wollten weder Straßen bauen noch Zuzug begrenzen. "Wir wollen, dass Deutschland im besten Sinne so bleibt, wie es ist", so Dobrindt. "Die Grünen wollen ein ganz anderes Deutschland, wenn überhaupt ein Deutschland."
Quelle: dts Nachrichtenagentur