Baerbock kritisiert Scholz: "Es wären weniger Menschen gestorben"
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, die Ukraine im Krieg gegen Russland nicht konsequent genug unterstützt zu haben.
Bei einer Veranstaltung des Münchner Merkur (Ippen-Media) sagte sie am
Samstag auf die Frage, ob der Kriegsverlauf nicht positiver für die
Ukraine verlaufen wäre, wenn Europa und auch Bundeskanzler Scholz von
Anfang an intensiver unterstützt hätten: "Auf jeden Fall wären dann
weniger Menschen gestorben. Das muss man klar und deutlich so sagen."
Das
Argument, dass Waffenlieferungen den Ukraine-Krieg unnötig verlängern
würden, lasse sie hingegen nicht gelten, so die Außenministerin. Das
vermittle sie auch regelmäßig bei Besuchen von Schulklassen, wo Thema
immer wieder aufkomme. "Ich sage ihnen dann: Glaubt ihr, wenn ich jetzt
hier vor die Fernsehkameras trete und sage, wir liefern keine
Luftunterstützung mehr, wird das den Frieden bringen? Oder rücken die
russischen Truppen dann nicht immer weiter vor und stehen irgendwann an
der polnischen Grenze?"
Quelle: dts Nachrichtenagentur