Jensen sieht Sehnsucht nach starkem Staat als Ursache für FDP-Aus

Bild: Screenshot Internetseite: "https://gjensen.abgeordnete.fdpbt.de/" / Eigenes Werk
Die FDP-Abgeordnete Gyde Jensen sieht vor allem die gesellschaftliche Lage in Deutschland als Grund für das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl.
"Überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland haben sich in einer
krisengeschüttelten Zeit wohler damit gefühlt, für eine Partei zu
stimmen, die einen starken Staat unterstützt", sagte die FDP-Abgeordnete
gegenüber dem Nachrichtenportal "Watson" am Dienstag. "Und das ist
nicht das, was wir als Freie Demokraten im Angebot haben."
Der
viel geäußerten Kritik gegenüber Parteichef Christian Lindner
widerspricht Jensen hingegen vehement. "Wir alle, mich eingeschlossen,
haben davon profitiert, dass ein Christian Lindner unserer Partei diese
Öffentlichkeitswirkung gegeben hat", sagte sie. "Natürlich war er eine
herausragende Persönlichkeit, wie es aber auch andere in der Partei
sind." Trotzdem habe der Parteichef die Hälfte seines Lebens für die
Partei gegeben und dabei auch Persönliches zurückgestellt.
Christian
Lindner hatte noch am Wahlsonntag verkündet, sich aus der Politik
zurückziehen zu wollen. Bei der Bundestagswahl hatte die FDP mit 4,3
Prozent der Stimmen aufgrund der Fünf-Prozent-Hürde den Einzug in den
Bundestag verpasst.
Quelle: dts Nachrichtenagentur