Kiesewetter drängt auf rasche Produktion von Rüstungsgütern
Angesichts der Gespräche zwischen den USA und Russland über die Zukunft der Ukraine hat der Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter (CDU) Forderungen zur Ausrüstung der Bundeswehr und der Ukraine an die neue Bundesregierung gestellt.
"Ich erwarte von meiner Partei, dass sie sich klar für die
Intensivierung der Unterstützung für die Ukraine und den Aufbau
glaubhafter europäischer Fähigkeiten einsetzt", sagte er dem
Nachrichtenportal "Watson" am Mittwoch.
Die nächste deutsche
Regierung müsse insbesondere rasch handeln und die militärische
Unterstützung für die Ukraine erheblich erhöhen wie auch europäisch
organisieren. Kiesewetter forderte dazu etwa, die Produktion von
Sicherheitsgütern in Deutschland und Europa massiv zu steigern. Konkret
müsse die neue Bundesregierung jetzt "so rasch und so viel wie möglich
an Rüstungsgütern produzieren", forderte Kiesewetter. Die Bundeswehr
müsse durch intensivierte Ausbildung und Übungen "kriegstüchtig" werden
und die militärische Unterstützung der Ukraine massiv erhöhen.
Deutschland
müsse seine Haltung ändern und die Blockade bei der Überweisung aller
russischen eingefrorenen Vermögenswerte an die Ukraine und bei der
Lieferung von Taurus aufgeben, so Kiesewetter. Auch sollte seiner
Ansicht nach die rasche Integration der Ukraine in die EU und Nato
vorangetrieben werden.
"Das Appeasement gegenüber Russland, Iran
und China muss aufhören. Vielmehr muss der Fokus in Europa künftig
verstärkt auf geoökonomischen Aspekten liegen", sagte der CDU-Politiker.
Es brauche mehr Resilienz, mehr eigene Fähigkeiten, mehr
Standardisierung und Effizienz bei europäischer Verteidigung.
Kiesewetter
setzt sich für eine Koalition der Willigen in Europa ein. "Deutschland
sollte deshalb sehr viel mehr auf die Nordic-Baltic Eight hören, die
hier strategisch vorausschauend handeln", sagte der
Verteidigungspolitiker.
Quelle: dts Nachrichtenagentur