Linkspartei: Katja Kipping erneut zur Vorsitzenden gewählt
Archivmeldung vom 30.05.2016
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Manuel SchmidtKatja Kipping ist auf dem Bundesparteitag der Linkspartei in Magdeburg am Samstag erneut zur Parteivorsitzenden gewählt worden. Kipping erhielt 392 von 530 Stimmen. Dies entspricht 74 Prozent der abgegebenen Stimmen. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren hatte Kipping noch 77,3 Prozent der Delegierten von einem Votum für sich überzeugen können.
Kipping steht als Teil einer Doppelspitze der Linkspartei seit 2012 vor. Ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger stellt sich in Magdeburg ebenfalls der Wiederwahl. Zuvor hatte Kipping in einer Rede die Partei auf die im Jahr 2017 anstehenden Wahlen eingeschworen und die SPD als "Totalausfall" kritisiert.
Zugleich mahnte sie ihre Partei, "widerständiger und frecher" aufzutreten. Die Kritik am geplanten Freihandelsabkommen TTIP durch ihre Partei sei bislang "zu zaghaft" gewesen.
Linkspartei bestätigt Führungs-Duo im Amt
Die Linkspartei hat ihre Führungsspitze im Amt bestätigt. Nach Katja Kipping wurde auch Bernd Riexinger am Samstag auf dem Parteitag in Magdeburg als Parteivorsitzender wiedergewählt. Für Riexinger sprachen sich 434 von 553 Delegierten aus, dies entspricht 78,5 Prozent der Stimmen. Beide mussten damit Verluste hinnehmen: Für Kipping hatten sich vor zwei Jahren noch 74 Prozent der Delegierten ausgesprochen, für Riexinger 89 Prozent.
Die beiden alten und neuen Vorsitzenden waren jeweils ohne Gegenkandidaten angetreten. Vor der Abstimmung hatte Kipping in einer Rede die Partei auf die im Jahr 2017 anstehenden Wahlen eingeschworen und die SPD als "Totalausfall" kritisiert. Zugleich mahnte sie ihre Partei, "widerständiger und frecher" aufzutreten. Die Kritik am geplanten Freihandelsabkommen TTIP durch ihre Partei sei bislang "zu zaghaft" gewesen.
Riexinger hatte zu einem Bruch mit der "neoliberalen" Politik aufgerufen. Die Themen Altersarmut und soziale Spaltung stünden oben auf der linken Agenda: Der Mindestlohn müsse rasch auf zwölf Euro erhöht werden. Zudem forderte er eine sanktionsfreie Mindestsicherung und eine Rente von 1050 Euro.
Quelle: dts Nachrichtenagentur