DRK befürwortet Pflichtkurs zur Katastrophenvorsorge für alle

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat einen verpflichtenden Kurs zur Katastrophenvorsorge für alle Bürger gefordert. Die Teilnahme an Kursen wie "Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten" sollte für alle Bürger oder eine Person pro Haushalt verpflichtend sein, sagte eine Sprecherin des DRK den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.
Das DRK begrüßt generell auch die Idee eines bundesweiten
Bevölkerungsschutztages. Grünen-Politiker aus Bund und Ländern haben
dazu eine entsprechende Initiative gestartet. Bei Betrachtung des
gesamten Bundesgebiets seien große Unterschiede hinsichtlich der
Demografie, der Anfälligkeit für Krisen und zwischen Stadt und Land zu
beachten, so das DRK. "So ist zum Bespiel die Frage, ob Schutzräume,
Sammelplätze oder Katastrophenschutzleuchttürme zu beüben sind, in
diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung."
Auch der
Städte- und Gemeindebund begrüßt prinzipiell die Einführung eines
Bevölkerungsschutztages, fordert jedoch zunächst die Schulung von
Schlüsselpersonal. "Regelmäßige Übungen sind grundsätzlich sinnvoll, um
die Resilienz unserer Städte und Gemeinden zu stärken", sagte eine
Sprecherin. "Zunächst sollten wir uns auf die Schulung von
Schlüsselpersonal in Verwaltungen, Betrieben und kritischen
Infrastrukturen konzentrieren. Hier besteht viel Nachholbedarf." Übungen
sollten neben der bereits stattfindenden Erprobung von Warnsystemen,
die Einrichtung von Notunterkünften und die Versorgung der Bevölkerung
mit lebenswichtigen Gütern umfassen.
Quelle: dts Nachrichtenagentur