Finanzministerium meldet zum Jahresstart höhere Steuereinnahmen
Das Steuerjahr ist mit deutlich höheren Einnahmen für die Staatskasse gestartet. Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) stiegen im Januar um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das geht aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der am Dienstagmorgen veröffentlicht wird.
Das Plus im ersten Monat des Jahres fällt damit auch deutlich höher aus,
als die 3,8 Prozent, die laut letzter Steuerschätzung für das
Gesamtjahr erwartet werden.
Einem anhaltend starken
Aufkommensanstieg bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und
Veräußerungserträge sowie Zuwächsen bei den Einnahmen aus der
veranlagten Einkommensteuer und der Lohnsteuer stand im Januar ein
rückläufiges Aufkommen bei den Steuern vom Umsatz, den nicht veranlagten
Steuern vom Ertrag sowie der Körperschaftsteuer gegenüber.
Die
Einnahmen aus den Ländersteuern alleine lagen im Januar um gut 20
Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Einnahmen aus der
Grunderwerbsteuer waren dabei mit rund 1,2 Milliarden Euro etwas höher
als zuletzt, was gegenüber der schwachen Vorjahresbasis einem Zuwachs
von 25 Prozent entspricht. Das nach leichter Erholung bei den für das
Steueraufkommen relevanten Immobilientransaktionen und -preisen
erreichte Niveau scheine sich zu verfestigen, heißt es dazu im
Monatsbericht.
Bei der Lohnsteuer war im Januar ein moderater
Anstieg der Einnahmen um etwas über 2 Prozent gegenüber dem
Vorjahresmonat zu verzeichnen. Der im Vergleich zu den Vormonaten
spürbar geringere Anstieg war maßgeblich auf das Gesetz zur steuerlichen
Freistellung des Existenzminimums 2024 zurückzuführen, so das
Ministerium. Durch dieses wurde rückwirkend der Grundfreibetrag für 2024
um 180 Euro erhöht, was überwiegend mit der im Januar 2025 fälligen
Lohnsteuer für Dezember verrechnet wurde. Die Entwicklung auf dem
Arbeitsmarkt dürfte dem Lohnsteueraufkommen dagegen aktuell keine
positiven Impulse geben, heißt es im Monatsbericht weiter. Bei der
veranlagten Einkommensteuer lag das Aufkommen im Januar um über 19
Prozent höher als im Vorjahresmonat.
Quelle: dts Nachrichtenagentur