Aktionsbündnis Grünzug übergibt 1.500 Unterschriften – Kritik an Landesregierung
Archivmeldung vom 28.10.2019
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Freigeschaltet durch André OttAm Freitag sind neun Aktive des Aktionsbündnisses Grünzug sowie zwei betroffene Landwirte nach Ravensburg gefahren, um Verbandsdirektor Wilfried Franke persönlich knapp 1.500 Unterschriften zu übergeben.
Die jetzt heftig diskutierte Fortschreibung des Regionalplans fußt auf dem Landesentwicklungsplan von 2002 – aus der Ära Oettinger. Es ist ein großes Defizit
der grün geführten Landesregierung, dass sie es auch in der zweiten Legislaturperiode nicht geschafft hat,
mit entsprechenden neuen Gesetzen ihre Wahlversprechen – insbesondere die Reduktion des anhaltend
hohen Flächenverbrauchs – auf regionaler, Kreis- und kommunaler Ebene zur politischen Richtschnur des
Handelns zu machen.
Kontrovers verlief die folgende Diskussion, wenn es um Teilaspekte bspw. den Verkehr ging. Während aufgrund von Messdaten zur Planung der Salemer Neuen Mitte und entsprechenden Hochrechnungen das Aktionsbündnis der festen Überzeugung ist, dass die ans das geplante Gewerbegebiet angrenzenden Ortsteile und Gemeinden auf einen Verkehrsinfarkt hinsteuern, hält der Regionalverband das derzeitige Straßennetz und die geplanten Erweiterungen für ausreichend. Auch das Argument, man müsse neben den legalen Grundlagen auch nach legitimen Gesichtspunkten handeln – weil das Ökosystem eben nicht verhandelbar sei – fand kein Gehör. Beeindruckend war die klare Stellungnahme zweier Landwirte, die strategisch wichtige Grundstücke im Plangebiet besitzen, dass sie keinesfalls verkaufen werden. Insgesamt war es ein sehr informatives Gespräch und das Aktionsbündnis dankt Herrn Franke für seine Zeit.
Quelle: Aktionsbündnis Grünzug