Landesministerin setzt auf Rückkehr deutscher Forscher aus den USA

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Die Präsidentin der Wissenschaftsministerkonferenz, Bettina Martin (SPD), sieht im Angriff der Trump-Regierung auf die Forschung in den USA auch "eine Chance für den Forschungsstandort Deutschland" und hofft nun auf die Rückkehr deutscher Forscher aus den USA. Man müsse nun deutlich machen, dass Deutschland offen für bedrohte Wissenschaftler sei, "die in den USA in ihrer Freiheit in Forschung und Lehre massiv eingeschränkt werden", sagte die Wissenschaftsministerin Mecklenburg-Vorpommerns dem "Handelsblatt".
Die SPD-Politikerin zeigte sich überzeugt, dass die
Wissenschaftsfreiheit in Deutschland "hochattraktiv" für US-Forscher sei
- und damit ein "absoluter Wettbewerbsvorteil". Der "massive Angriff
der Trump-Regierung auf die Wissenschaftsfreiheit ist für die
Wissenschaft eine Katastrophe, und das nicht nur in den USA, sondern
weltweit, denn erfolgreiche Forschung ist international", sagte Martin.
Wenn
jetzt die hochkarätigen Partner an Universitäten und
Forschungseinrichtungen der USA in ihrer Arbeit massiv behindert würden
und Forschungsförderung gestrichen werde, sei das "ein herber Rückschlag
für die Forschung - gerade in für die Menschheit so wichtigen Bereichen
wie der Gesundheits- oder Klimaforschung". Darauf müsse die deutsche
Wissenschaftslandschaft "selbstverständlich reagieren", sagte sie.
Martin
setzt zugleich auf eine Rückkehr deutscher Forscher: In den vergangenen
Jahrzehnten seien viele aufgrund der hervorragenden materiellen
Rahmenbedingungen in die USA gegangen. "Doch ich denke, dass sie vor
allem wissenschaftlich frei und erfolgreich arbeiten wollen. In
Deutschland ist ihnen diese Freiheit garantiert", sagte Martin. Wie
Deutschland konkret vorgehe, werde aktuell im Kreis der
Wissenschaftsminister "intensiv diskutiert".
Quelle: dts Nachrichtenagentur