Giffey pocht auf personelle Erneuerung an SPD-Spitze
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Foto: Martin Kraft
Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), ehemals Bundesfamilienministerin und Regierende Bürgermeisterin in Berlin, fordert nach dem schlechten Wahlergebnis für ihre Partei eine personelle Erneuerung an der SPD-Spitze.
"Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis der SPD am vergangenen
Sonntag ist es offensichtlich, dass daraus in der Partei Konsequenzen
gezogen werden müssen", sagte Giffey dem "Tagesspiegel"
(Mittwochsausgabe). Das gelte sowohl für die programmatische Ausrichtung
als auch für die Parteispitze im Bund.
"Ein einfaches 'Weiter
so' mit den gleichen handelnden Personen kann aus meiner Sicht nicht die
Antwort auf die notwendige Frage der Erneuerung sein", sagte sie. Lars
Klingbeils Wort vom "Generationswechsel" müsse nun rasch mit Leben
gefüllt werden. "Es gibt fähige Personen in der Partei, die jetzt mehr
Verantwortung übernehmen könnten. Das muss ermöglicht werden", sagte
sie.
Falk Wagner, Vorsitzender der SPD Bremen, äußerte großes
Unverständnis zum Vorgehen des Parteivorsitzenden, der kurz nach
Bekanntwerden des Wahlergebnisses Anspruch auf den Fraktionsvorsitz
erhoben hatte. "Bei unserer Parteibasis kam es überhaupt nicht gut an,
dass der Parteivorsitzende im Moment der bittersten Niederlage zunächst
einen Spitzenposten mit sich selbst besetzt", sagte Wagner der Zeitung.
"Der von Lars Klingbeil angekündigte Generationenwechsel ist wichtig,
deshalb muss damit deutlich mehr gemeint sein als eine Person."
Quelle: dts Nachrichtenagentur