Studie zeigt deutlichen Einfluss des Menschen auf Pflanzenvielfalt

Bild von Sabine Kroschel auf Pixabay
Eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Potsdam hat die sogenannte "dunkle Vielfalt" von Pflanzen untersucht - Arten, die eigentlich in einem Gebiet vorkommen könnten, aber fehlen. Die Ergebnisse, die jetzt in "Nature" veröffentlicht wurden, zeigen deutlich den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf Ökosysteme.
Forscher aus 119 Regionen weltweit, darunter die Uckermark in
Brandenburg und die Insel Rhodos in Griechenland, sammelten Daten an
fast 5.500 Standorten. In stark vom Menschen beeinflussten Gebieten
fanden sie nur jede fünfte mögliche Art vor, während in wenig genutzten
Regionen mehr als ein Drittel der potenziellen Vielfalt erhalten war.
Besonders
überraschend war für die Wissenschaftler der Vergleich zwischen
Brandenburg und Rhodos: Während die mediterrane Flora zwar artenreicher
ist, sind die Arten auf Rhodos gleichmäßiger verteilt, was zu einer
geringeren "dunklen Vielfalt" führt als in der brandenburgischen
Untersuchungsregion.
"Bisher konzentrierten sich ökologische
Studien auf Analysen von Arten, die an einem Standort vorkommen", sagte
Kolja Bergholz aus der Arbeitsgruppe Vegetationsökologie und
Naturschutz, der Co-Autor der Studie ist. "Die Perspektive zu
verschieben und sich zu fragen, welche Arten fehlen und warum,
ermöglicht jedoch ein tieferes Verständnis über die Prozesse, die den
derzeitigen Biodiversitätsverlust bedingen."
Quelle: dts Nachrichtenagentur