Atomkraftgegner fordern Bundespräsident Wulff per Kinospot und Anti-Atom-Soundtrack auf das Atomgesetz nicht zu unterzeichnen
Archivmeldung vom 26.11.2010
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittZum Anti-Atom-Kinospot "Wulff tu's nicht!", der gestern in rund 400 Kinosälen in ganz Deutschland anlief, steht seit gestern auch der gleichnamige Song in hoher Qualität für Radiostationen zum Download bereit. Mit Kinospot und Song fordert die Kampagnenorganisation Campact Bundespräsident Wulff auf, das verfassungswidrige Atomgesetz der Bundesregierung nicht zu unterzeichnen.
In dem deutschsprachigen Song, der von der Berliner Band "Die Schnellen Brüder aka Red House Sugar Farm" eingespielt wurde, heißt es: "Wenn Frau Merkel das Gesetz durch den Bundestag knallt / jedes Veto ohne Wirkung ins Leere hallt / Wenn der Bundesrat egal ist, die Verfassung verbrennt / hat das letzte Wort ... der Präsident!"
Anti-Atom-Soundtrack "Wulff tu's nicht" zum hören
Kinospot und Song sind Teil der Kampagne "Wulff tu's nicht", die Campact vor rund drei Wochen gestartet hat. Da die Regierung die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ohne Zustimmung des Bundesrats durchsetzen will, muss Wulff nun entscheiden, ob er das Gesetz zum Jahreswechsel in Kraft treten lässt. Etliche namhafte Verfassungsrechtler halten die Umgehung des Bundesrates für verfassungswidrig. Im Kinospot wird Wulff von Alpträumen geplagt dargestellt, gegen die nur die Verweigerung der Unterschrift unter das Atomgesetz hilft.
Im Internet haben bereits über 120.000 Menschen einem Online-Appell mit der Forderung an Wulff unterschrieben, den Atom-Deal der Regierung nicht zu unterzeichnen (http://www.wulff-tus-nicht.de). Letzte Woche nahm Wulff die Unterschriften bei einer Aktion in Karlsruhe entgegen.
Quelle: Campact