Galeria Kaufhof verkauft Kaninchenfleisch aus katastrophaler Käfighaltung
Archivmeldung vom 21.08.2012
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDie Warenhauskette Galeria Kaufhof verkauft Kaninchenfleisch aus einem italienischen Mastbetrieb, in dem die Tiere in viel zu engen Drahtgitterkäfigen qualvoll vor sich hinvegetieren. Ein schockierendes Video der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, das gestern in RTL „Punkt 12“ veröffentlicht wurde, zeigt, wie verletzte und kranke Kaninchen in massiv überfüllten Käfigen neben toten Artgenossen leben, deren Körper zum Teil bereits bis zur Unkenntlichkeit verwest sind. In Kühltruhen liegen hunderte Kadaver.
In den Käfigen befinden sich lediglich Metallketten als „Spielzeug“ und Einlegmatten aus Kunststoff, die einen Teil des Gitterbodens bedecken. „Größe und Beschaffenheit der Käfige verhindern jegliches arttypische Verhalten der Kaninchen, wie z.B. drei aufeinanderfolgende Hoppelsprünge“, berichtet Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.
VIER PFOTEN fordert Galeria Kaufhof auf, das Kaninchenfleisch der Marke AIA sofort auszulisten und auf Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung umzusteigen. Die Stiftung für Tierschutz bittet zudem alle Verbraucher, beim Einkauf auf die Herkunft zu achten und im Zweifelsfall auf Kaninchenfleisch zu verzichten. Werden auf der Verpackung keine Angaben zum Haltungssystem gemacht, handelt es sich in der Regel um Fleisch aus Käfighaltung. Verbraucher können auf www.vier-pfoten.de/kaninchen am Online-Protest gegen Kaufhof teilnehmen und die Kampagne so unterstützen.
Quelle: VIER PFOTEN