Niedersachsen unterstützt Wildtierverbot im Zirkus
Archivmeldung vom 25.10.2011
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDie Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt die Ankündigung des Landes Niedersachsen, ein bundesweites Verbot wilder Tiere im Zirkus zu unterstützen, warnt jedoch vor einer Aufweichung der Länderinitiative. Wie die „Nordwest-Zeitung“ am Samstag berichte, könnte sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann vorstellen, bei großen Zirkussen eine Ausnahme zu machen. Dies lehnt VIER PFOTEN vehement ab. Wildtiere wie Affen, Elefanten und Bären könnten in keinem Zirkus artgemäß gehalten werden. Dies könne man deutlich bei Europas größtem Zirkus „Circus Krone“ sehen, der aktuell in Hannover gastiert.
„Beim Wildtierverbot im Zirkus darf es keine Ausnahmen geben“, fordert Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Sehen Sie sich nur einmal die Elefanten bei „Circus Krone“ an – die Tiere leiden an Verhaltensstörungen. Bei Ortwechseln pfercht „Krone“ die Dickhäuter bis zu 20 Stunden lang in die Transportwagen.“ Im Zirkus vegetieren Wildtiere wie Elefanten, Löwen und Nashörner ihr Leben lang in engen Gehegen und Käfigwagen. Ihre hohen Klimaansprüche, ihr Bewegungsbedürfnis und ihre normale Sozialstruktur können kaum berücksichtigt werden. Die kurzen Runden, die sie in der Manege drehen, sind keine Abwechslung. „Diese Tierschutzmängel sind untrennbar mit dem Alltag in fahrenden Zirkussen verbunden, deshalb ist ein Verbot keine Frage der Unternehmensgröße“, sagt Stephany. Während des Gastspiels von „Circus Krone“ in Hamburg protestierte VIER PFOTEN daher mit verschiedenen Aktionen für ein Wildtierverbot im Zirkus.
Quelle: VIER PFOTEN