Reinhold Messner: "Sonst hätten die Österreicher Ötzi geklaut"
Archivmeldung vom 15.09.2016
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittBergsteiger-Legende Reinhold Messner reklamiert für sich, dass die vor 25 Jahren gefundene Eismumie Ötzi in Südtirol geblieben ist. "Wenn ich nicht so schnell am Fundort gewesen wäre und die Stelle auf italienischem Gebiet verortet hätte, dann hätten die Österreicher Ötzi geklaut und für immer behalten", sagte Messner dem Bielefelder Westfalen-Blatt.
Am 19. September jährt sich der archäologische Zufallsfund in den Ötztaler Alpen zum 25. Mal. "In den Alpen orientieren sich die Grenzen an den Wasserscheiden. Aber man konnte direkt entlang der Wasserscheide keine Grenzsteine setzen. Die Grenzsteine bilden eine Gerade, das Wasser verläuft aber in einem Bogen. Was den Einflussbereich des Wassers angeht, lag Ötzi in Österreich, aber laut Grenzverlauf in Südtirol, also Italien", erklärt Reinhold Messner. Die Alpinismus-Ikone musste sich wegen Ötzi viele Vorwürfe gefallen lassen. Eine Verschwörungstheorie gefällt Messner besonders: "Dass es sich bei Ötzi um eine ägyptische Mumie handelt, die ich in Ägypten geklaut und nach Südtirol gebracht hätte, um aus meiner damaligen Südtirolumrundung eine Sensation zu machen. Die Unterstellungen, die mir wegen Ötzi gemacht wurden, passen auf keine Kuhhaut."
Quelle: Westfalen-Blatt (ots)