Prof. Michael Friedrich Vogt gestorben

Bild: Screenshot Telegram: "https://t.me/MichaelVogt_TV/315" / Eigenes Werk
Der renommierte und engagierte deutsche Publizist, Dokumentarfilmer und politische Aktivist, Michael Friedrich Vogt, ist bereits am 22.3.2025 gestorben, wie seine Frau Sabine Vogt am am 28.3.2025 auf dem Telegram Kanal "MICHAEL VOGT. TV" berichtete.
Prof. Michael Friedrich Vogt - Ein Biografischer Überblick
Prof. Michael Friedrich Vogt war in den 1980er und 1990er Jahren als Dokumentarfilmer tätig. Von 1998 bis 2007 lehrte er als Honorarprofessor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig im Bereich Public Relations und Kommunikationsmanagement. Bis zu einem Schlaganfall im Jahr 2017 war er auch als politischer Publizist aktiv, unter anderem als Moderator bei Online-Sendern wie „Quer-Denken.TV“ sowie als Organisator der dazugehörigen Kongresse.
Michael Vogt wurde in Kassel geboren und wuchs dort auf. Er besuchte ab 1960 die Grundschule und später das Wilhelmsgymnasium, wo er 1972 sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er von 1972 bis 1977 Germanistik, Politikwissenschaft und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss mit dem Magister Artium ab. 1979 promovierte er an der Philosophischen Fakultät mit einer Dissertation über „Die Anthropologie bei Karl Marx und Friedrich Engels“.
Während seines Studiums engagierte sich Vogt in studentischen Verbindungen. So war er Mitglied der Burschenschaft Danubia München, deren Vorsitzender er 1977 wurde. In späteren Jahren trat er weiteren studentischen Zusammenschlüssen bei, unter anderem der Burschenschaft Germania Köln.
Beruflich begann Vogt in den 1980er Jahren mit der Produktion von Dokumentarfilmen, unter anderem für Lübbe-TV. Zusammen mit Wolfgang Venohr arbeitete er an mehreren zeitgeschichtlichen Dokumentationen, darunter 1983 an den Filmen „Warum die Deutschen Hitler wählten“ und „Warum die Deutschen Hitler folgten“. Darüber hinaus produzierte er Dokumentationen zu verschiedenen historischen Themen.
Im Laufe seiner Karriere erweiterte Vogt sein filmisches Schaffen und war an Produktionen für unterschiedliche Auftraggeber beteiligt, darunter auch Filme zu den Themen Ernährung, Gesundheit und Geschichte. Von 1998 bis 2007 war er Honorarprofessor an der Universität Leipzig.
Ab 2007 wirkte Vogt als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Online-Formaten. Unter anderem führte er Interviews zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen und war als Moderator bei „Alpenparlament.tv“ tätig.
Im Jahr 2012 veröffentlichte Vogt einen programmatischen Text mit dem Titel „Weg in die Freiheit – Deutschlands Aufbruch 2012“, in dem er sich für politische Reformen und eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an demokratischen Entscheidungsprozessen aussprach.
Zudem initiierte Vogt 2012 gemeinsam mit Jo Conrad das Projekt „Aufbruch Gold-Rot-Schwarz“, das den Dialog über gesellschaftspolitische Themen fördern sollte.
Vogt war von 2009 bis 2015 Gesellschafter des aufklärerisch tätigen Schild Verlags und betrieb die Plattform m-v.tv, auf der er Inhalte aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und alternative Medien veröffentlichte. Bis zu seinem Rückzug 2017 engagierte er sich außerdem im „Medienbeirat“ der Wissensmanufaktur, einem Zusammenschluss, der sich der Diskussion wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Themen widmet.
Quelle: ExtremNews / MICHAEL VOGT. TV