Medientage Mitteldeutschland starten mit Rundfunkreform-Debatte

In Leipzig haben am Mittwoch die Medientage Mitteldeutschland begonnen. Los ging es mit einer Debatte über die geplante Rundfunkreform. Konkret ging es in der Runde, an der unter anderem ZDF-Intendant Norbert Himmler und MDR-Intendant Ralf Ludwig teilnahmen, um die neuen Strukturen, die mit dem Reformstaatsvertrag umgesetzt werden sollen. Dabei sollen unter anderem Mediatheken ausgebaut und technische Plattformen gemeinsam genutzt werden.
Ludwig sagte zum Auftakt, dass man den Reformstaatsvertrag "mit einem
lachenden, aber auch einem weinenden Auge" sehe. Man müsse der Politik
zugutehalten, dass es der Versuch sei, den öffentlich-rechtlichen
Rundfunk moderner und zukunftsfest aufzustellen. "Aber auf der anderen
Seite muss man auch sagen, es gibt eine programmliche Einschränkung", so
Ludwig. Das sei ein Einschnitt, mit dem man sich auseinandersetzen
müsse.
Himmler ergänzte, dass man auch über die Spartenkanäle
reden müsse. Zudem müsse man darüber sprechen, dass nicht nur in der
Gesellschaft, in den Institutionen, beim Militär, sondern auch im
öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Grundversorgung stattfinde. "Ich
bin zuversichtlich, dass wir das auch mit diesem Staatsvertrag, aber
auch in den nächsten Jahren gemeinsam besprechen können und dass es
einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk im dualen System mit gutem
Journalismus genauso braucht."
Die Medientage Mitteldeutschland
laufen noch bis Donnerstag. Neben der Rundfunkreform stehen auch Themen
wie KI, Neue Medien sowie Social Media auf der Tagesordnung.
Quelle: dts Nachrichtenagentur