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Blasenschwäche bei Frauen: Bessere Erfolge mit Verhaltenstherapie

Archivmeldung vom 27.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: wolla2 / pixelio.de
Bild: wolla2 / pixelio.de

Bei Blasenschwäche ist alles besser als Nichtstun. In jedem Fall lohnt sich eine Verhaltenstherapie. Dazu zählen zum Beispiel Blasentraining, Kräftigung des Beckenbodens und Entspannungsübungen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Übersichtsarbeit zur Behandlung der Harninkontinenz bei Frauen.

Unter Frauen ist Blasenschwäche weit verbreitet, insbesondere während oder kurz nach der Schwangerschaft sowie im höheren Alter. Dennoch ist Inkontinenz kein unausweichliches Schicksal, sondern lässt sich durchaus erfolgreich behandeln. Das ist die erste wichtige Botschaft der Autoren einer Übersichtsarbeit, die 84 Studien zur Behandlung der weiblichen Blasenschwäche unter die Lupe genommen hat. In den allermeisten Studien erzielte die jeweilige Therapie bessere Ergebnisse als gar keine Behandlung. Die zweite, vielleicht noch interessantere Erkenntnis: Eine Verhaltenstherapie führt immer zu einer Linderung oder sogar zum Abklingen der Symptome. Ob allein oder als Ergänzung zu Medikamenten ist sie einer Behandlung nur mit Medikamenten stets überlegen.

Verhaltenstherapie: Klingt schwieriger als es ist

Hinter dem etwas abschreckenden Begriff Verhaltenstherapie verbergen sich Maßnahmen, die den Beckenboden stärken, entspannend wirken oder das Gefühl für den Harndrang verbessern sollen. Je nach Form der Blasenschwäche werden zum Beispiel Yoga oder Achtsamkeitstraining, Beckenbodengymnastik, Blasen- und Toilettentraining eingesetzt. Für Frauen mit Übergewicht lohnt es sich außerdem, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen und etwas abzunehmen. Bei der Belastungsinkontinenz, die von einem geschwächten Beckenbodenmuskel herrührt, reichen solche Maßnahmen mitunter schon aus. Patientinnen mit überaktiver Blase oder einer Mischform der Blasenschwäche profitieren meist von einer Kombination aus Verhaltensänderungen und blasenentspannenden Medikamenten.

Quelle: BGV - Info Gesundheit e.V. (ots)

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