DZVhÄ: Gegendarstellungsantrag homöopathischer Ärzte aus formalen Gründen gescheitert
Archivmeldung vom 07.02.2008
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDer Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) konnte sich mit seiner Gegendarstellungsforderung gegen das ZDF nicht durchsetzen. Aus formalen Gründen hat das Landgericht Mainz den Antrag am 1. Februar zurückgewiesen und gestern veröffentlicht.
Die Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Über die Aussage selber wurde nicht verhandelt.
In reißerischer Aufmachung wurde in der Joachim-Bublath Sendung vom 5.
September 2007 die Aussage getroffen: „In keiner wissenschaftlichen
Studie waren die homöopathischen Mittel wirksamer als die Placebos.“
Der DZVhÄ hatte das ZDF aufgefordert, folgende Richtigstellung zu
verlesen: „Diese Behauptung ist unrichtig. In zahlreichen, nach
wissenschaftlichen Regeln durchgeführten Einzelstudien und auch in
Metaanalysen konnte eine signifikante Überlegenheit homöopathischer
Arzneimittel gegenüber Placebos nachgewiesen werden.“
Diese Gegendarstellung wurde nicht zugelassen, weil der DZVhÄ oder einzelne Mitglieder nicht namentlich genannt wurden. „Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass das Presserecht keine Richtigstellung wahrheitswidriger Behauptungen ermöglicht, solange nur keine Namen genannt werden. – Wir fragen uns allerdings, wie das ZDF seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag mit einer derartigen journalistischen Praxis ausgerechnet in einem Wissenschaftsmagazin zur Deckung bringt“, kommentiert Lars Stange, 1. Vorsitzende des DZVhÄ.
Quelle: DZVhÄ