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Hochproblematische Pestizide: Auch Zulassung für Flufenacet-Pestizid Tactic pausiert

Freigeschaltet am 25.02.2025 um 09:13 durch Sanjo Babić
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Auch das Flufenacet-haltige Pestizid Tactic darf derzeit nicht verkauft oder angewendet werden aufgrund eines Widerspruchs der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Zulassungsverlängerung für dieses Produkt. Die Zulassungsinhaberin Adama Deutschland GmbH hat keinen Antrag gestellt, um die aufschiebende Wirkung des DUH-Widerspruchs zu beseitigen.

Somit hat die DUH schon für zwei Flufenacet-Mittel eine Pausierung der Zulassung erreicht: Am 13. Februar 2025 hatte die DUH ein Eilverfahren bezüglich der Zulassung des Pestizids Elipris gewonnen.

Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch: "Wir konnten einen vorläufigen Stopp des Verkaufs und der Anwendung von gleich zwei gesundheitsgefährdenden Pestiziden erwirken. Das sind große Erfolge für den Schutz der Gesundheit und des Grundwassers. Der Wirkstoff Flufenacet ist nach Einschätzung der zuständigen EU-Agentur hormonschädlich und trotzdem bleibt das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit untätig. Die Mitgliedstaaten der EU sind verpflichtet, bei der Zulassung von Pestiziden neue wissenschaftliche Erkenntnisse heranzuziehen. Die dringend erforderliche Aufhebung schädlicher Zulassungen darf nicht weiter hinausgezögert werden. Wir werden keine Ruhe geben und auch vor Gericht weiter dafür kämpfen, dass besonders problematische Pestizide schnell vom Markt genommen werden und nicht mehr auf den Äckern landen."

Hintergrund:

Der in Pestizidprodukten wie Elipris und Tactic enthaltene Wirkstoff Flufenacet gehörte nach Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Jahr 2023 mit 683 Tonnen zu den absatzstärksten Pestizid-Wirkstoffen in Deutschland. Er wird großflächig im Getreideanbau verwendet. Ende September 2024 stellte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fest, dass Flufenacet die Ausschlusskriterien des Pflanzenschutzmittelrechts für hormonell schädliche Eigenschaften erfüllt. Abbauprodukt von Flufenacet ist zudem die "Ewigkeits-Chemikalie" Trifluoressigsäure (TFA). Der Einsatz von Flufenacet ist laut Umweltbundesamt die Hauptursache für den pestizidbedingten Eintrag von TFA in die Umwelt und führt zu einer Belastung von Gewässern.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. (ots)

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