Einseitige Berichterstattung zur Ukraine
Archivmeldung vom 23.07.2014
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDie einseitige, pro amerikanische, anti russische Berichterstattung und hinsichtlich der publizierten Informationen und "Beweisen" zum Thema Flug und Absturz MH-17, veranlassen mich, einen offenen Brief an alle relevanten Zeitungsredaktionen zu verfassen.
Es ist offensichtlich, dass
als Informations- und Bildquellen ausschliesslich amerikanische und pro
amerikanische (westeuropäische) Presseagenturen (Associated Press,
Reuters, APA, UPI, etc.) verwendet werden und Presseagenturen außerhalb
des amerikanischen Einflussbereiches (Interfax, ITAR-TASS, etc.)
vollkommen ignoriert werden.
Ebenso offensichtlich ist jegliche
Wortmeldung amerikanischer, europäischer (pro amerikanischer) und
ukrainischer (pro amerikanischer) Politiker und Militärs, deren Aussagen
für sie sakrosankten und unumstösslichen Wert haben. Russische
Politiker und Militärs werden, wenn überhaupt, nur mit lächerlichem Anstrich gebracht. Haben amerikanisch-westliche Aussagen mehr Wahrheitsgehalt als russische?
Zum einen werden speziell von den Amerikanern immer Beweise angesprochen, die allerdings niemals vorgelegt werden. Zum anderen wissen wir aus der Vergangenheit, dass die Amerikaner es mit der Wahrheit nicht sonderlich ernst nehmen und ihre eigenen geostrategischen Interessen verfolgen.
Einige höchst interessante Themen bezüglich des Absturzes der Malaysia Boeing werden in ihren Medien vollkommen ignoriert und die Aussagen der Amerikaner auf ihren wahrscheinlichen Wahrheitsgehalt nicht hinterfragt. Wenn eine Boden-Luftrakete wie jene Buk M1 abgefeuert wird, muss in einer Region wie die krisengeschüttelte und umkämpfte Ukraine, die mittels aller modernen und zur Verfügung stehenden Aufklärungsgeräte rund um die Uhr überwacht wird, ein exaktes Szenario als Beweis vorliegen ... und das sofort. Waren doch zu diesem Zeitpunkt auch zwei AWACS-Flugzeuge in der Luft.
Aber könnte es nicht doch sein, dass es keine Flugabwehrrakete war, die die zivile Passagiermaschine abschoss, sondern ein ukranisches Kampfflugzeug? Zumindest gibt es diesbezügliche Hinweise eines zivilen, spanischen Luftraumüberwachers auf Twitter. Die natürlich sofort gelöscht wurden (allerdings existieren Archivbilder)!
Auch
der sogenannte Beweis eines Gespräches der Seperatisten, das vom
ukrainischen Geheimdienst präsentiert und auf Youtube hochgeladen wurde,
sollte genauer untersucht werden. Da offensichtlich als
Erstellungsdatum des Beweisvideos einen Tag vor der Katastrophe
ersichtlich ist.
Auch wird der Frage: "Cui bono?" (Wem nützt dies?)
nicht weiter nachgegangen. Denn offensichtlich handelt es sich um eine
False Flag Operation (Operation unter falscher Flagge) um Russland und
Putin zu diskreditieren. Denn Russland würde eine solche Operation am
wenigsten Nutzen bringen - im Gegenteil wie man sieht.
Und verweisen Sie jetzt nicht auf Verschwörungstheorien, denn solange keine unumstösslichen Beweise, die existieren müssen, von welcher Seite auch immer vorgelegt werden, handelt es sich nicht um Fakten, sondern um Annahmen und Wahrscheinlichkeiten!!! Wer in solcher Sache recherchiert MUSS demnach auch für alle Theorien und Annahmen offen sein, auch um erkennen zu können, was nicht gewesen sein kann oder gewesen sein könnte.
Die
Beweise die die Amerikaner vorliegen wollten bezüglich ihrer
Satellitenaufnahmen sind sie bis heute schuldig und auch da fragt kein
Journalist nach warum außer Beschuldigungen von dort nichts kommt. Und
selbst wenn etwas vorgelegt wird, sind Beweise der US Politik, wie wir
in den letzten Jahren immer wieder feststellen mussten meist nicht
haltbar und basieren auf reinen Lügen. Auch dem wird nicht nachgegangen
Es
ist jedenfalls ein schwerer, journalistischer Fehler, bereits am
nächsten Tag den Schuldigen in Wort und Bild zu präsentieren. Ich kenne
die Wahrheit nicht, auch ich muss mich mit Informationen aus den Medien
(auch alternativen Medien) zufrieden geben. Ich sehe allerdings die
ganze Sache sehr kritisch und hinterfrage - vor allem viel zu glatte und
sichtlich aufgelegte, manipulierte - Meldungen. Wie heisst das alte
Sprichwort so schön: "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er
dann die Wahrheit spricht!" Wie oft hat uns das offizielle Amerika und
damit auch das offizielle Europa schon angelogen. Schon das ist Grund
genug, vorsichtig und vor allem skeptisch zu sein.
Was versprechen Sie sich davon, den aggressivsten, destruktivsten und unglaubwürdigsten Staat dieser Erde zu unterstützen? Jener Staat, der die meisten Kriege im letzten Jahrhundert anzettelte, viele Staaten in ein absolutes Chaos bombte und für sich selbst die absolute Weltherrschaft reklamiert. Für Europa sollte eine freundschaftliche Annäherung an Russland und deren Freundesstaaten wichtiger sein, als die globalen amerikanisch-britischen Machtinteressen zu unterstützen. Und diese haben mit den Vorgängen in der Ukraine sehr viel zu tun ...
Hätte
Putin bisher nicht so besonnen und diplomatisch reagiert, hätten wir,
spätestens nach dem Zwischenfall vor Syrien im Mittelmeer einen weiteren
grossen Krieg. Auf den haben es die Amerikaner offensichtlich abgesehen
und benutzen die "freien, unparteiischen und unabhängigen Medien" für
die Verbreitung ihrer gefährlichen (vor allem für uns Europäer
gefährlichen) Interessen.
Was, frage ich Sie, ist so schlecht und
unglaubwürdig an Russland und Putin, dass nur einseitig die ohnehin
nicht mehr nachvollziehbaren Ansichten amerikanischer
Marionettenpolitiker wichtiger und relevanter sind.
US-Außenminister John Kerry, 8. Juli 2014:
»Bei meinen Reisen als Außenminister habe ich das Verlangen nach amerikanischer Führung in der Welt erlebt wie nie zuvor.«
Präsident Barack Obama, 28. Mai 2014:
»... Amerika muss auf der Weltbühne immer führen. Wenn wir es nicht tun, tut es kein anderer.«
Nebenbei bemerkt, sollten Sie, verehrte Damen und Herren Redakteure, einmal über ein paar Minuten freie Zeit verfügen, so empfehle ich ihnen die Kommentare in den Online-Ausgaben Ihrer Medien zu diesem Thema zu lesen. Hier scheint es, als wäre die breite Bevölkerung schon erwacht und glaubt all diesen amerikanisch eingefärbten Lügengebilde nicht mehr ...
Selbst einzelne Redakteure bei der ARD haben es schon gemerkt. Und das will was heißen! Siehe
http://www.ardmediathek.de/tv/Zapp/Immer-auf-Putin-Breite-Kritik-an-Medi/NDR-Fernsehen/Video?documentId=20845808&bcastId=3714742
Ich fordere Sie daher auf, unabhängig, frei und glaubwürdig zu arbeiten. Gut zu recherchieren, nach allen, auch durchaus schmerzhaften Seiten offen zu sein und nicht ausnahmslos einseitig zu publizieren. Sie sind dabei ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren! Oder sind Sie jemanden Rechenschaft schuldig? Dann dürfen Sie Ihr Medium nicht unabhängig und frei bezeichnen! Auch wenn es "nur" die amerikanischen Konzerne sind, die bei Ihnen Inserate buchen ...
Auf
kurz oder lang kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Und wenn dann die
gesamte Presse eines Landes falsch gelegen ist und die offensichtliche
Unwahrheit unterstützte, wer sollte dann noch irgendeinen Artikel in
Ihrem Medium lesen können und wollen, ohne sich zu fragen: "Stimmt das
überhaupt?"
Eines ist aber dann sicher: zahlen wird dann niemand
mehr dafür wollen und die Anzeigenkunden sind dann schneller weg als sie
sich umdrehen können. Und somit dann auch ihr Job.
Lassen Sie es bitte nicht so weit kommen, denn neben einer immer zunehmend korrupter werdenden Politik sind freie Medien noch eines der wenigen Sprachrohre der breiten Bevölkerung. Jedenfalls war das einmal so.
In der Hoffnung auf eine künftig ausgewogene und gut recherchierte Berichterstattung zählen wir alle auf sie:
PS: ein großer Teil der Leser meines Blogs www.blog.z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.de sind offensichtlich ähnlicher Meinung. Und mit mehreren Millionen Lesezugriffen hat es für mich eine gewisse Relevanz.
Quelle: Diesen Kommentar erhielt die ExtremNews gestern gleich mehrfach in immer wieder leicht veränderter Form, beispielhaft haben wir uns für den Leserbrief von Mr. Flare entschieden.