Neue OZ: Konzept mit Fallstricken
Archivmeldung vom 14.07.2010
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittEs werden Wetten angenommen: Kommt das "Cloud-Computing"? Oder kommt es nicht? Und falls es kommt, wie lange bleibt die "Wolke"? Vor rund drei Jahrzehnten waren Großrechner mit zentral installierter Software der Stand der Dinge. Dann kam Microsoft und beglückte die Welt zusammen mit IBM mit PC, Betriebssystem und Bürosoftware.
Nun schlägt das Pendel dank Internet und schneller Datenleitungen wieder in die andere Richtung aus: Software, auf einem zentralen Server im Firmennetzwerk oder gleich über das Internet erreichbar installiert, scheint die neue Heilsbotschaft zu sein.
Bei allen Vorteilen, das Konzept ist nicht frei von Fallstricken - für Software-Anbieter und für Anwender. Für Microsoft bedeutet es deutlich weniger Einnahmen, wenn der hauseigene Office-Bolide nicht mehr auf fast jedem Rechner installiert ist.
Gerade weil sich die Trauer darüber in Grenzen hält: Der Verzicht auf individuelle Software-Ausstattung macht für Unternehmer schließlich eben nur Sinn, wenn damit die Lizenz-Kosten deutlich und langfristig sinken. Und der private Anwender? Natürlich sind die Software-Lösungen von Google und Co. im Netz praktisch und billig - jedenfalls solange die Internetverbindung steht und man dem Anbieter vertrauen kann. Aber wer will Google und Co. schon freiwillig seine Daten anvertrauen?
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung