Mitteldeutsche Zeitung: zu Nowitzki und Olympia
Archivmeldung vom 07.08.2008
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittDie Forderung, nur erfahrene Olympia-Starter sollten die Fahne tragen, ist ein Anachronismus. Vielmehr steht Nowitzki geradezu exemplarisch für das moderne Olympia, das seinen Weg zwischen totalem Kommerz und seinem Charakter als Sportfest von ideeller Bedeutung sucht.
Der Basketballer verdient in den USA rund 15 Millionen Dollar pro Saison, dennoch verbringt er jedes Jahr seine Sommerpause damit, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Nicht weil er es müsste, sondern weil es ihm ein Herzensanliegen ist. Mit dieser Einstellung vermittelt er glaubwürdig, dass es weit größere Anreize für Sportler gibt als nur Geld. Genau das ist der oft zitierte olympische Geist.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung