Neue OZ: Verschandelung des Welterbes
Archivmeldung vom 05.08.2010
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Freigeschaltet durch Thorsten SchmittEs ist doch nicht zu fassen. Jetzt argumentiert schon ein Verwaltungsgericht so, als ob die alles überragenden Windräder selbstverständlich jeder Kulturlandschaft zuzumuten wären. Dabei handelt es sich bei der Wartburg wie schon beim Dresdner Elbtal um Denkmäler in natürlichen Landschaften, in denen neue Industriebauten aller Art nichts zu suchen haben.
Aber nein, das Gewinnstreben ist allzu mächtig geworden in unserem Land. Und darf bei noch so prestigeträchtigen Schutzprojekten ein gewichtiges Wort mitreden. Schon die Gemeinde Marksuhl war nicht sensibel genug, ihre Nähe zur Wartburg mit zu bedenken. Jetzt wird sie natürlich nicht die Stornierungskosten tragen wollen. So wird ein Welterbe nach dem anderen neuen Landschaftsverschandelungen geopfert. Der Bürger muss ohnmächtig zuschauen und sieht den echten Wald vor lauter hässlichen Windspargeln nicht mehr. Ärgerlich.
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung