Kriminalfall "YOGTZE" nach 40 Jahren aufgeklärt: Nackt auf Beifarersitz - Nur ein Unfall
Der Fall galt als einer der mysteriösesten der jüngeren Kriminalgeschichte in Deutschland und war auch Thema bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" - nun hat die Polizei das Rätsel um den Tod des 34-jährigen Günter S. aus dem Jahr 1984 gelöst.
40 Jahre nachdem der Mann schwer verletzt an der Autobahn 45 bei
Hagen-Süd aufgefunden wurde, schließt die Polizei ein Verbrechen aus.
"Wir gehen davon aus, dass es ein Verkehrsunfall war", sagte Tino
Schäfer, Pressesprecher der Polizei Hagen, der "Süddeutschen Zeitung".
Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das haben neue
Ermittlungen und Gutachten ergeben.
Der Fall war auch berühmt
geworden, weil S. sich offenbar verfolgt fühlte und kurz vor seinem Tod
eine rätselhafte Buchstabenfolge auf einem Zettel notiert haben soll:
YOGTZE. Was er damit gemeint haben könnte, beschäftigte die Ermittler
über Jahre.
S. war am 26. Oktober 1984 verletzt und unbekleidet
auf dem Beifahrersitz seines VW Golf in einer Böschung der A 45 kurz vor
der Ausfahrt Hagen-Süd von Fernfahrern gefunden worden, bevor er im
Krankenhaus starb. Weil ein Gutachten damals nahelegte, S. sei von einem
anderen Auto an einem anderen Ort überrollt worden, ging die Polizei
jahrzehntelang von einem Tötungsdelikt aus. Neue Gutachten kommen nun zu
dem Ergebnis, dass die tödlichen Verletzungen durchaus von dem Unfall
mit dem VW Golf stammen können. Zudem konnten neue DNA-Untersuchungen
keine relevante Fremd-DNA am Unfallort feststellen.
Quelle: dts Nachrichtenagentur