Von Nikolaus von Myra zum "Superstar in Rot"
Archivmeldung vom 21.12.2006
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Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mit der Geschichte eines weltweiten Mythos beschäftigt sich am Weihnachtsabend die ZDF-Dokumentation "Superstar in Rot". Der Film von Martin Papirowski und Heike Nelsen-Minkenberg, den das ZDF am 25. Dezember 2006, um 19.30 Uhr ausstrahlt, versucht "das Geheimnis des Weihnachtsmanns" zu lüften und begibt sich dazu auf eine spannende Spurensuche durch die Jahrhunderte und über die Kontinente hinweg.
Die Geschichte beginnt bei Bischof Nikolaus von Myra, der im vierten
Jahrhundert gelebt und der Legende nach wundersame Taten vollbracht
haben soll. Der Film erzählt die Entwicklung vom Bischof von Myra
zum Superheiligen des Mittelalters, Inbegriff der Gutherzigkeit und
Hilfsbereitschaft, der in ganz Europa als Wundertäter verehrt wird,
und schließlich zum modernen "Santa Claus" im Rentierschlitten, der
Kindern und Familien aus aller Welt Segen und Gaben beschert.
Dabei verbindet die 45-minütige ZDF-Dokumentation "Superstar in Rot"
aufwändige Inszenierungen und Computergrafiken mit investigativer
Recherche und kriminalistischer Fahndung. Der Zuschauer wird
entführt in die Spätantike, die Epoche des Wirkens des heiligen
Mannes. Er wird Augenzeuge eines spektakulären Brautzuges und
der "Überführung" der Gebeine des Nikolaus von Myra nach Bari, die
viele türkische Historiker immer noch als Raubzug bezeichnen. Er
feiert mit den ersten Siedlern der Neuen Welt den Einzug des
Sinterklaas, aus dem in wenigen Generationen Santa Claus wird. Bei
dieser Spurensuche entdeckt das Team in einem türkischen Museum
Fingerknochen des Heiligen, ein fast vergessenes Skript in Venedig
und rekonstruiert mit Pathologen und Computerexperten das Gesicht des
"Menschen hinter dem Mythos". Aufnahmen vom spektakulären
Nikolausfest in Bari werden verbunden mit Innenansichten aus den
Werbelaboratorien von Coca Cola, dessen Kreative den Mann in Rot
jedes Jahr neu für ihre Kampagnen erfinden.
Seit 2001 sendet das ZDF an den hohen christlichen Feiertagen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten) Dokumentationen zu biblischen oder kirchengeschichtlich bedeutsamen Gestalten. Bisher waren Filme über Herodes, Judas, König David, Salome und Johannes den Täufer, Kaiphas und Pilatus, Maria Magdalena, aber auch den "Missionar der Deutschen" Bonifatius, den Kirchenlehrer Augustinus und den Ordensgründer Bernhard von Clairvaux zu sehen. Das Thema 'weihnachtliches Brauchtum' wurde 2004 aufgegriffen in dem Film "Und es glänzen Kinderaugen" über die Geschichte des Weihnachtsbaums.
Quelle: Pressemitteilung ZDF
