Neue Studie behauptet Rückgang von Todesfällen aufgrund HPV-Impfung - Kann das sein?
Archivmeldung vom 14.12.2024
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićDer renommierte Impfexperte und Medizinjournalist Hans U. P. Tolzin beantwortet Fragen seiner Leser auf dem Portal "Impfkritik.de". Die heutige Frage lautet: "Neue Studie behauptet Rückgang von Todesfällen aufgrund HPV-Impfung - Kann das sein?"
Tolzin weiter: "
Frage:
Lieber Herr Tolzin, das Deutsche Ärzteblatt online stellte am 9. Dez. 2024 eine neue Studie vor, die in den USA eine Abnahme von Todesfällen aufgrund von Gebärmutterhalskrebs nach Einführung der HPV-Impfung belegen will. Meine Frage ist: Kann das sein? Viele Grüße, B.
Zwei Grafiken aus der Studie (der Bildervorschau von telegram entnommen)
Antwort:
1. Fehlender Wirkungsnachweis
Liebe B., die Frage ist durchaus berechtigt, denn für die HPV-Impfstoffe liegt allein schon aufgrund der zu kurzen Laufzeit der Zulassungsstudien kein echter Wirkungsnachweis vor.
Darüber hinaus basiert der angebliche Wirkungsnachweis im Wesentlichen auf Ergebnissen des PCR-Tests, also eines Verfahrens, von dem wir spätestens seit der Corona-Krise mit Sicherheit sagen können, dass die Aussagekraft bezüglich dem Gesundheitszustand eines Menschen nahe bei Null liegt.
Ich persönlich halte die Verwendung des PCR-Tests im Rahmen von sogenannten Infektionskrankheiten für eine gezielte Irreführung der Öffentlichkeit.
Natürlich könnte man jetzt argumentieren - und die Lobbyisten der Hersteller tun dies fleißig - dass eine Reaktion des PCR-Testes auf die Impfung definitiv eine Wirkung der Impfung sei und der Wirkungsnachweis deshalb eben nicht fehle.
Da ist meines Erachtens jedoch reine Wortklauberei. Allerdings ist es ratsam, bei entsprechenden Diskussionen immer die genaue Bedeutung der verwendeten Worte (z. B. Differenzierung zwischen "Wirkung" und "Nutzen") zu klären, sonst redet man aneinander vorbei.
Genau darauf bauen nämlich die Impflobbyisten, denn es hält die tatsächlichen Fakten im Nebel.
2. Irreführende Filterung des Alters
Die Studie beschäftigt sich mit den Todesfällen von Frauen unter 25 Jahren. Weit über 90 % aller per PCR festgestellten HPV-Infektionen verschwinden von alleine wieder und auch die meisten Genitalwarzen heilen innerhalb von zwei Jahren wieder ab, ohne dass sich die "Wissenschaftler" fragen, warum das so ist. Laut RKI, der Bundesseuchenbehörde, beträgt die Inkubationszeit bis zu 30 Jahren. Es sind laut Statistiken verschiedener Länder, die ich eingesehen habe, vor allem ältere Frauen, die schwer an einem Zervix-Karzinom (Gebärmutterhalskrebs) erkranken und daran sterben. Je älter, desto höher das Risiko.
Deshalb ist es mehr als befremdlich, wenn die Studienautoren nicht die Gesamtzahl der offiziell an Gebärmutterhalskrebs verstorbenen Frauen betrachten, sondern nur etwa ein Prozent. Laut Studie sind deutlich weniger als 100 Todefälle unter 25 Jahre alt gewesen. Die tatsächliche Zahl der Todesfälle in den USA liegt derzeit aber bei etwa 4.000, also etwa dem 100fachen! Das Vorgehen der Studienautoren halte ich bestenfalls für unseriös.
3. Fehlender Impfstatus
Rückschlüsse auf die Effektivität der Impfung sind allein schon deshalb unseriös, weil die Angaben zum Impfstatus der an Zervix-Karzinom verstorbenen Frauen fehlen.
4. Der bereits fahrende Zug
Immerhin weisen die Autoren darauf hin, dass die Todesfälle bereits vor Einführung der HPV-Impfung rückgängig waren. Dies erschwert aber die Bewertung des Impfnutzens, denn die Impfung ist ja auf einen längst fahrenden Zug aufgesprungen und behauptet nun, die Lokomotive zu sein.
5. Tatsächlicher Verlauf der Sterberate
Leider geht diese Statistik des CDC
nur bis 2013. Relevant ist die durchgezogene blaue Linie. Die Impfung
setzt 2006 ein. Bis 2013 ist kein positiver Einfluss der Impfung auf den
Kurvenverlauf zu erkennen.
Diese Statistik reicht ein Jahr weiter, also bis 2014. Auch hier ist kein Einfluss der HPV-Impfung auf den Kurvenverlauf zu erkennen. Im Gegenteil, die Kurve steigt bei den farbigen US-Amerikanern sogar ab 2007 zunächst wieder an. Quelle
Leider habe ich bisher keine Daten zu den Jahren nach 2014 gefunden. Dafür kann ich aber die Statistik für Deutschland liefern:
Wir sehen in Deutschland seit Mitte der 1970er Jahre einen kontinuierlichen Rückgang der Todesfälle im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs.
Bei unveränderter Tendenz wäre die Kurve etwa 2030 sowieso bei Null angekommen. Auch mit der Impfung hätte es aufgrund der sehr langen Inkubationszeit niemals schneller gehen können.
Der tatsächliche Verlauf der Sterberate nach Einsetzen der Impfung ab Herbst 2006 war nun aber auch für mich überraschend und ist einer Diskussion wert.
Überraschend war auch für mich, dass ich bis heute im deutschen Sprachraum, und vermutlich auch international, der Einzige bin, der auf diese offiziellen Daten zugreift und sie grafisch auswertet.
Dieser jahrzehntelange Rückgang der Todesfälle ist übrigens, soweit ich die Statistiken gefunden habe, in den meisten wohlhabenden Ländern zu sehen.
Somit war die HPV-Impfung von vornherein eine Totgeburt und der weltweit fehlende Wiederstand der Gesundheitsbehörden gegen diese immerhin teuerste Impfung aller Zeiten ein weiteres Rätsel.
Die in die Taschen der Pharma-Aktionäre gewandernten Milliardengewinne wären wohl besser in den Aufbau von Infrastrukturen und Arbeitsplätzen in ärmeren Ländern investiert worden und hätten dort zu einer ähnlichen Tendenz der Gebärmutterhalskrebs-Todesfälle beitragen können.
Warum? Weil der Armutsfaktor bei allen Infektionskrankheiten eine starke Nebenrolle spielt!
6. Versehen, Inkompetenz oder Absicht?
Dass die Studienautoren nur ein Prozent der tatsächlichen Todesfälle im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs auswerten, um auf dieser Grundlage die Wirksamkeit der HPV-Impfung zu bewerten, könnte natürlich ein Versehen oder ihrer Inkompetenz zuzuschreiben sein.
Allerdings wiederholt sich dieses Versehen oder diese Inkompetenz bei den Fachkollegen, die diese Studie gegengelesen und zur Publikation freigegeben haben, sowie bei der Redaktion der Fachzeitschrift.
Darüber hinaus trifft diese Inkompetenz offensichtlich auch auf die Redaktion des Deutschen Ärzteblatts zu, die gläubig und ungeprüft das Fazit der Studienautoren nachbetet. Das kann meiner Ansicht nach definitiv kein Versehen mehr sein und auch Inkompetenz in dieser Massierung ist kaum denkbar. Also bleibt noch die dritte Variante: Es ist Absicht.
Nun ist nicht jeder, der im Gesundheitsbereich forschend und publizierend tätig ist, als Lügner und Fälscher geboren oder grundsätzlich ein schlechter Mensch.
Meine These ist, dass wir es hier mit mafiösen Strukturen im Sinne von Robert F. Kennedy Jr., dem designierten US-Gesundheitsminister, zu tun haben. Diese gilt es zu erkennen und aufzulösen, wenn wir ein effektiveres Gesundheitswesen haben wollen.
Quelle: Impfkritik